Caine, Rachel – Haus der Vampire 1. Verfolgt bis aufs Blut

Handlung:

Die 16-jährige Claire zieht nach Morganville, um dort aufs College zu gehen. Da ihr die anderen Mädchen im Wohnheim Ärger machen, zieht sie in ein WG-Zimmer in der Stadt. Michael, Shane und Eve sind seltsame, aber nette Mitbewohner und Claire freundet sich bald mit ihnen an.

Von ihren neuen Mitbewohnern erfährt sie auch, dass in Morganville Vampire wohnen, mit denen man sich besser nicht anlegen sollte.

Meine Meinung:

„Verfolgt bis aufs Blut“ ist ein typischer Vampirroman für Jugendliche. Man findet neben spannenden Momenten auch viel Gefühl und eine große Prise Romantik.

Claire ist für ihr Alter sehr reif, klug und ein wenig schüchtern. Sie hat gegen die coolen Kids der Uni keine Chance und ist froh, in ihren WG-Mitbewohnern auch Freunde gefunden zu haben. Michael ist der ruhige Erwachsene, Shane der entspannte Faulenzer und Eve das abgedrehte Gothic-Mädchen. Als diese Claire von den Vampiren erzählt, kann sie es anfangs gar nicht glauben.

Die Vampire in Morganville trinken Blut, das von den Einwohnern anstelle von Steuern gespendet wird und beißen Menschen eher zu Spaß und nicht, weil es notwendig ist. Manche Familien stehen unter dem Schutz der Vampire und sind vor Übergriffen geschützt. Das Michael und die anderen nicht unter diesem Schutz stehen, ist von Anfang an klar.

Im Verlauf der Geschichte legt sich Claire ungewollt mit den Vampiren an und bringt sich und ihre Freunde in große Gefahr.

Positiv aufgefallen sind mir die detailliert ausgearbeiteten Hauptcharaktere. Jeder hat seine eigene Geschichte, man erfährt etwas über die Vergangenheit der Person und lernt sie so besser kennen und lieben. Als besonderen Bonus findet man am Ende des Romans eine Art Tagebuch, in dem Eve die Erlebnisse des Buches noch einmal zusammenfasst.

Negativ aufgefallen ist mir die typische Sprache der Teenager. Die ganzen „Yeahs“ werden nach einigen Seiten sehr nervig. Auch das Ende war sehr enttäuschend für mich, da der Roman kein Ende hat. „Verfolgt bis aufs Blut“ ist der 1. Band der „Haus der Vampire“-Reihe und wer wissen will, wie es mit Claire und ihren Freunden weitergeht, wird gerne zum Nachfolgeband „Der letzte Kuss“ greifen.

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Rowen, Michelle – Ein bisschen verliebt

ein bisschen verliebt_xlHandlung:

Sarah schwebt auf Wolke Sieben, gerade kommt sie aus dem Urlaub mit ihrem festen Freund Thierry zurück und alles ist scheinbar in Ordnung.

Bis Thierry anfängt sich von ihr zurückzuziehen und alle Vampirjäger auf der Suche nach Sarah sind, da sie gerüchteweise ein sehr mächtiger Vampir sein soll.

Thierry stellt Sarah Leibwächter zur Seite, aber auch diese können Sarah nicht vor dem Schmerz beschützen den sie erleidet, als ihre große Liebe sich endgültig von ihr lossagt.

Meine Meinung:

In Nachfolgeband zu „Ein Anfang mit Biss“ setzt Michelle Rowen auf viel Action. Ein Kampf folgt dem anderen und Sarahs Hauptaufgabe besteht darin, sich vor den Vampirjägern zu verstecken oder vor ihnen zu fliehen.

Natürlich stehen Sarah viele Verbündete zur Verfügung, sei es ihre Freundin Amy oder George, der schwule Barkeeper. Auch Quinn, der charmant-sexy Ex-Vampirjäger steht Sarah bei und sorgt so für viel Wirbel in ihrem Liebesleben.

Thierry setzt alles daran, Sarah vor allem Bösen zu beschützen, auch wenn das mitunter nicht mehr nötig ist. In „ein bisschen verliebt“ ist Sarah zu einer starken Frau geworden, die ihr Vampirleben zwar nicht unbedingt liebt, aber dennoch zufrieden mit der Situation ist. Sie ist ein reiferer Vampir geworden, will sich selbst verteidigen und schützen können und verteidigt nach wie vor die guten Charaktereigenschaften ihrer Vampirmitmenschen.

Freundschaft und Liebe sind auch hier wieder die großen Hauptthemen, mit spannenden Höhepunkten, Taschentuch-Momenten und wer weiß, vielleicht gibt es sogar ein Happy-End?

Rowen, Michelle – Ein Anfang mit Biss

ein anfang mit bissHandlung:

Sarah hat wirklich kein Glück mit den Männern. Zuerst wird sie von ihrem Blind-Date ohne ihre Zustimmung in einen Vampir verwandelt und danach versuchen skrupellose Vampirjäger, sie zu töten.

Glücklicherweise wird sie von dem attraktiven Thierry gerettet – der als mächtigster Vampir der Stadt mehrere Vampirclubs besitzt.

Thierry beschließt Sarah zu helfen und sie zu einem erfahrenen Vampir zu machen – hat aber die Rechnung ohne Quinn, einen süßen Vampirjäger, gemacht. Zwischen zwei Männern hin und hergerissen bemerkt Sarah die Gefahr erst, als sie unmittelbar vor ihr steht.

Meine Meinung:

„Ein Anfang mit Biss“ ist ein herrlich erfrischender Vampir-Roman, der entfernt an die Werke von Mary Janice Davidson erinnert.

Michelle Rowen hat sich in diesem Roman nicht nur der Rolle einer süßen, leicht hilflosen Single-Frau bedient, sie hat auch gleich den mächtigen, höchst attraktiven, meistens ernsten aber tief in seinem Herzen gutmütigen Gentlemen-Vampir mit in ihre Romane übernommen.

Sarah und Thierry passen von Anfang an zusammen wie die Faust aufs Auge – wer das nicht gleich auf den ersten Seiten erkennt, ist definitiv kein Vampir-Roman-Experte. Also hat man sofort einen Bezug zu diesem Roman und fiebert knappe 400 Seiten lang mit den beiden mit. Werden sie zueinander finden? Werden beide die (viel zu zahlreichen) Angriffe der raffinierten Vampirjäger überleben? Wird Sarah mit ihrem Leben als Vampir zurechtkommen?

Wie es sich für einen guten Chick-Lit-Vampir-Roman gehört, werden alle diese Fragen beantwortet, Mode und Freundschaft kommt nicht zu kurz und natürlich dreht sich vieles (aber nicht alles) um die Liebe.

„Ein Anfang mit Biss“ ist definitiv lesenswert und macht (trotz einiger gröberer Rechtschreibfehler) Lust auf den Folgeroman „Ein bisschen verliebt“.

Gray, Claudia – Evernight

evernightHandlung:

Bianca ist alles andere als glücklich. Nur wegen ihren Eltern befindet sie sich nun im Evernight-Internat und gehört zu den unbeliebten Schülern, die als Außenseiter von den anderen verachtet und gemieden werden.

Doch alles ändert sich, als sie Lucas kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Als Lucas ihre Gefühle erwidert, ist sogar der triste Schulalltag leichter für sie zu ertragen.

Doch Bianca hat ein Geheimnis, wie der Großteil der Schüler der Evernight-Akademie, und sie muss das Geheimnis unter allen Umständen für sich behalten. Als sie merkt, dass auch ihre große Liebe etwas vor ihr verborgen hält, wird die Situation unerträglich – bis beide Geheimnisse ans Licht kommen.

Meine Meinung:

„Evernight“ ist der Versuch, den Hype um Vampire in der Literatur auszuschlachten. Claudia Gray hat versucht, aus einer stillen Einzelgängerin und einem geheimnisvollen, gutaussehenden „Beschützer“ eine spannende Geschichte voller großer Gefühle zusammenzubasteln – und das ist ihr zum Teil auch gelungen.

Bianca und Lucas passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Er will sie um jeden Preis beschützen und sie will keinen anderen Mann an ihre Seite lassen. Die beiden gehen rührend miteinander um und als Leser kann man sich nur wünschen, dass die beiden für immer zusammenbleiben können.

Doch dann wird Biancas Geheimnis aufgedeckt und von da an nimmt die ganze Geschichte eine eher skurile Wendung. Der Leser wird damit konfrontiert, dass Bianca seit frühester Kindheit wusste, was ihre Eltern sind und was auch sie selbst eines Tages sein wird, es aber irgendwie als „normal“ abgetan hat und nicht viel darüber nachgedacht hat. Erst als es tatsächlich ausgesprochen wird, dass sie ein Vampir werden soll, kann Bianca diese Tatsache als „real“ annehmen und erscheint danach eher als unglaubwürdiger Charakter.

Von da an ist alles wieder in Ordnung. Bianca lebt ihr Leben und findet sich scheinbar von eine Augenblick auf den anderen damit ab, dass sie nicht wie normale Menschen ist. Hier hat Claudia Gray ordentlich gepatzt und dem Buch die Chance genommen, auch nur entfernt an den Erfolg der Twilight-Saga (die bekanntlich die gleichen Charakterzüge der Hauptfiguren aufweist) anknüpfen zu können.

Nichtsdestotrotz ist „Evernight“ ein unterhaltsamer Roman, der mit einem eher leichten Schreibstil gut in einem Rutsch durchzulesen ist. Man darf auf den Nachfolgeband gespannt sein, und ob Bianca und Lucas diesmal die Chance bekommen, ihre Liebe ohne Klischees ausleben zu können.

Davidson, Mary Janice – Wer zuletzt beißt (7)

Handlung:

Als Vampirkönigin Betsy, endlich verheiratet mit ihrem Prinzgemahlen Eric, aus den Flitterwochen nach Hause kommt, wird sie vom Geist ihrer toten Stiefmutter Ant aufgesucht, die natürlich nicht sagt, was sie will.

Dazu kommt, dass die Biester erwacht sind und Betsy töten wollen. Sie werfen ihr vor, ihnen Hilfe verweigert zu haben.

Während die Vampirkönigin von einem Unfall vom nächsten schlittert, mischt sich zu alledem auch noch Detektive Nick Berry, der Freund von Jessica ein und lässt keinen Zweifel daran, wie sehr er Betsy hasst und verabscheut.

Dann kommt es zum Showdown und Jessica muss sich entscheiden, zwischen ihrer besten Freundin und dem Mann, den sie liebt.

Meine Meinung:

Endlich ist der finale Betsy-Band da. Spannend wie eh und je versteht es Mary Janice Davidson, uns in die Welt der Vampire und Schuhkaufsüchtigen zu entführen und nicht mehr freizulassen.

Betsy hat sich in den insgesamt sieben Bändern nicht wirklich verändert. Von Anfang an war sie dafür bekannt, Schuhe zu lieben und immer für ihre besten Freunde da zu sein. Auch ihre Abneigung gegen die Stiefmutter war kein großes Geheimnis. Nur was Sinclair angeht, hat sie eine Wandlung durchgemacht. Hat sie ihn im ersten Band noch nicht wirklich leiden können, hat sie sich immer weiter zu ihm hingezogen gefühlt, es zuerst abgestritten, dann ihren Gefühlen nachgegeben um ihm dann schlussendlich im vorletzten Band das Ja-Wort zu geben.

Alte Freunde blieben, neue Feinde kamen hinzu, Betsy hatte es seit ihrer Ernennung zur neuen Königin der Vampire nicht leicht. Aber mit ihrer witzigen Art („Jesses“) und einer gehörigen Portion Mut, wenn es erforderlich war, macht sie ihren Job denke ich ganz gut.

Mary Janice Davidson kann man eigentlich nur eines vorwerfen: Ihre Bücher sind viel zu dünn. Ansonsten sind sie schlagfertig, als Taschenbuch leicht zu transportiere und süchtig machend.

Davidson, Mary Janice – Biss der Tod euch scheidet (6)

Handlung:

Bald ist es geschafft. Nur noch wenige Wochen trennen Betsy von dem Tag, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat. Doch nichts verhält sich so, wie es sich die Königin der Vampire erhofft hat.

Sie findet kein passendes Kleid und Sinclair, ihr Prinzgemahl, kann immer noch nicht verstehen, warum sie beide eine Hochzeitstorte, Eheversprechen und Einladungskarten brauchen, wenn sie laut dem Buch der Toten doch schon verheiratet sind.

Dann geht alles unheimlich schnell. Betsy muss sich mit einem plötzlichen Todesfall auseinandersetzen und alle ihre Freunde, einschließlich ihres Verlobten sind verschwunden.

Bald wird Betsy mit einem furchtbaren Verdacht konfrontiert. Kann sie ihre Freunde, Sinclair und damit ihre Hochzeit retten?

Meine Meinung:

Der vorletzte Band der Betsy-Reihe ist wieder ein Lesegenuss von vorne bis hinten.

Betsy steht kurz vor dem Tag, auf den sie ihr ganzes Leben lang gewartet hat. Es wäre zu schön, wenn jetzt alles glatt laufen würde. Wie immer hat sie mit Problemen über Problemen zu kämpfen und der Leser weiß bis kurz vorm Schluss nicht, ob es diesmal für die hübsche, schlagfertige Königin der Vampire gut ausgehen wird.

Viele Fragen, die im vorgehenden Band aufgetaucht sind, werden nun endlich beantwortet und Mary Janice Davidson bringt Licht ins das ewige Dunkel um Betsys Babywunsch und warum sie auf einmal so viel Pech hat.

Die Autorin hat sich mit diesem Band der Serie zweifellos selbst übertroffen.

Betsy ist schlagfertiger denn je und man spürt förmlich, wie aus der schuh-süchtigen Blondine eine ernstzunehmende Königin wird.

„Biss der Tod euch scheidet“ beinhaltet neben dem 200-seitigen Roman noch eine Kurzgeschichte, die nach den Ereignissen in „Biss der  Tod euch scheidet“ spielt.

Davidson, Mary Janice – Nur über meine Leiche (5)

Handlung:

Betsys Geburtstag und die Hochzeit mit Sinclair stehen kurz bevor, und die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange.

Leider sind die Königin der Vampire und ihr Prinzgemahl nie ungestört. Sie müssen sich nicht nur um die europäischen Vampire kümmern sondern auch für Baby Jon den Babysitter spielen.

Betsy beschließt nie mehr Blut zu trinken um keine Menschen töten zu müssen, trotzdem möchte sie ihre beste Freundin in einen Vampir wandeln.

Irgendwann geht bei ihr alles drunter und drüber. Ein Vampir wird getötet und auf ihrem Dachboden lauert etwas, das da nicht hingehört. Wird Betsy wie immer die Oberhand gewinnen oder übernimmt sie sich dieses Mal?

Meine Meinung:

Der neue Roman von Mary Janice Davidson hält, was ich mir erhofft habe.

Betsy ist immer noch schuhverrückt und übersarkastisch. Die Situation zu ihrer Stiefmutter Ant hat sich ein wenig gebessert, weil Betsy einen guten Draht zu ihrem kleinen Bruder hat und oft auf ihn aufpasst.

Sie versucht, eine gute Vampirkönigin zu sein, und ihre menschlichen Freunde und die Vampire gleichermaßen fair zu behandeln und für alle da zu sein. Das ist natürlich nicht immer so leicht, aber Betsy kriegt das echt gut hin.

Obwohl der Roman nur 200 Seiten umfasst (und eine zusätzliche Kurzgeschichte mit 50 Seiten), hat Mary Janice Davidson erfolgreich Action, Spannung und Liebe untergebracht.

Leider kommen die Hochzeitsvorbereitungen etwas zu kurz und ich hoffe, dass die Hochzeit im nächten Teil der Serie darunter nicht zu leiden hat.