McIntosh, Will – Wie die Welt endet

wie-die-welt-endetHandlung:

Jasper erlebt den Untergang der Welt mit, wie langsam die Ressourcen knapp werden und es einfach nicht mehr genug Lebensmittel und Energie für alle Menschen gibt.

Während die Reichen in bewachten Wohnanlagen wohnen und noch einer Arbeit nachgehen können, schließt sich Jasper mit seinen Freunden zu einem Nomadenstamm zusammen.

Sie ziehen durchs Land und versuchen Geld zu verdienen und nicht zu verhungern. Sie werden mit brutaler Gewalt, Armut und Seuchen konfrontiert, die von verrückten Wissenschaftlern in Labors gezüchtet und auf die Menschheit losgelassen werden.

Mittendrin in dieser chaotischen Welt muss Jasper versuchen trotz aller Widrigkeiten noch menschlich zu bleiben, was alles andere als leicht ist, wenn man die beschützen will, die man liebt.

Meine Meinung:

„Wie die Welt endet“ ist ein großartiger Roman über den langsam schleichenden Weltuntergang. Es gibt weder den 3. Weltkrieg noch diverse Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Tornados – die Welt dreht sich einfach immer weiter, während die Menschen Lebensmittel und Energie verbrauchen und sich keine Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll, wenn ein Großteil davon (oder sogar alles) verbraucht ist.

Jasper lebt in den USA – einem Land, in dem alles reichlich vorhanden ist bzw. sein sollte. Trotzdem kann er sich eines Tages seine Wohnung nicht mehr leisten und zieht mit seinen Freunden durchs Land, wo sie Strom (den sie mit Sonnenkollektoren herstellen) gegen Essen oder Geld tauschen wollen. Als wäre ein fehlendes Dach über dem Kopf nicht schon schlimm genug, müssen sie sich mit unruhestiftenden Banden und neuen Seuchen auseinandersetzen, die ihnen das Leben nicht unbedingt leichter machen.

Jasper ist ein sehr sympathischer, aber nicht unbedingt komplexer oder besonders interessanter Mensch. Er versucht seinen Freunden im Nomadenstamm zu helfen und würde alles für sie tun. Ein wenig störend habe ich die Tatsache empfunden, dass er so verzweifelt auf der Suche nach einer Freundin ist. Man sollte denken, wenn neben einem die menschliche Zivilisation zusammenbricht hat man andere Gedanken als die Partnersuche, aber Jasper fühlt sich ohne Freundin einfach nicht komplett. Auf der Suche nach Mrs. Right muss er Einiges durchmachen, seien es Dates ohne Gutenachtkuss oder Überfälle der Jumpy-Jumps nach einer gelungenen Verabredung. Man merkt, dass Jasper ein Mann mit Ecken, Kanten und Fehlern ist, er aber viel daran setzt, aus seiner Vergangenheit zu lernen und es in der Zukunft besser zu machen.

„Wie die Welt endet“ befasst sich mit ca. zehn Jahren im Leben von Jasper und seinen Freunden. Leider erfährt man nicht, wie der „Untergang der Welt“ anfing, wann z.B. das erste Mal zu wenig Energie für alle Menschen da war oder wann die erste Seuche ihre Opfer forderte. Nichtsdestotrotz ist dieser Roman ein spannendes Leseerlebnis (mit einigen wirklich ekligen Szenen und einer großen Portion Liebe) und würde sich auch für eine Hollywood-Verfilmung eignen.

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Bourne, J.L. – Tagebuch der Apokalypse

Handlung:

1. Januar, 3:58 Uhr: Hier startet der Ich-Erzähler, ein Marineoffizier, seine Tagebucheintragungen.

Eine Krankheit, deren Symptome anfangs an die Grippe erinnern, tötet binnen weniger Tage Millionen von Menschen und lässt nur Zombies zurück, die die wenigen Überleben ebenfalls infizieren und bald scheint es nur noch eine Handvoll Menschen zu geben, die nicht „untot“ sind.

Der Ich-Erzähler verbarrikadiert sich in seiner Wohnung, nachdem er Nahrung und Munition erbeutet hat und hofft, die Zombie-Epidemie einfach aussitzen zu können.

Er lernt einen anderen Überlebenden kennen und sie beschließen, sich zusammenzutun und gemeinsam an einen sichereren Ort zu fliehen.

Aber auch dort wimmelt es von Zombies und anderen Gefahren. Und so geht ihre Reise weiter und weiter. …

Meine Meinung:

„Tagebuch der Apokalypse“ ist der perfekte Zombie-Roman. Er ist spannend, nicht übertrieben und beinhaltet die perfekte Mischung aus Zombies und Überlebenden.

Das erste Kapitel „Wie alles anfängt“ war die erste, aber auch einzige Enttäuschung für mich. Der Ich-Erzähler fängt sofort nach Bekanntwerden der Grippe-Epidemie an, Essen und Munition für seine Waffen zu bunkern, obwohl er noch gar nicht wissen kann, wie schnell die Lage schlussendlich eskalieren wird. Auch wenn er Marineoffizier ist, kann er nichts von der baldigen Zombieinvasion ahnen.

Der namenlose Offizier ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Er ist freundlich, hilfsbereit, tapfer und mutig. Er riskiert sein Leben für seine neugewonnenen Freunde und schreckt auch nicht vor gefährlichen Aufgaben zurück, die ihr Überleben sichern.

Seine Tagebucheintragungen sind kurz und bündig, er vermeidet unwichtige Details und beschränkt sich auf das Wesentliche. Somit fällt es dem Leser leichter, bei der Sache zu bleiben. Man möchte das Buch nicht zur Seite legen, weil man nicht von langatmigen, monotonen Erzählungen gelangweilt ist. Man kann mit dem Ich-Erzähler mit fiebern, wittert hinter jeder Ecke einen Zombie und hofft nur, dass wieder ein Tag vergeht, ohne dass einer der „Guten“ stirbt.

J.L. Bourne hat noch einen weiteren Teil vom Tagebuch der Apokalypse geschrieben und Band 3 wird im März 2012 erscheinen. Wer Band 1 gelesen hat, wird sofort den Nachfolge-Band lesen wollen und genauso sehnsüchtig wie ich auf Band 3 warten.

Sigler, Scott – Infiziert

Handlung:

Eine neue Krankheit geht um und erschüttert neben dem Präsidenten der Vereinigten Staaten auch die Epidermologin Margaret Montoya, ihr Team und den Ermittler Dew Phillips. Keiner weiß, ob es sich bei dem Ursprung dieser Krankheit um etwas natürliches, Biowaffen von Terroristen oder etwas komplett anderem handelt.

Die Infizierten werden innerhalb kürzester Zeit paranoid und aggressiv und gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Als der ehemalige Footballspieler Perry Dawsey ebenfalls die verräterischen Zeichen der Krankheit an seinem Körper entdeckt, weiß er, dass er keine Zeit verlieren darf. Einmal infiziert, hat man so gut wie keine Chance mehr.

Meine Meinung:

„Infiziert“ ist ein Roman, den ich nur schwer einem Genre zuordnen kann. Ist es ein SF-Roman, weil er eine neuartige, noch nie dagewesene Krankheit als Thema behandelt? Oder ist es ein Horrorroman, weil man während dem Lesen Gänsehaut bekommt?`

Scott Sigler hat hier seiner Kreativität im wahrsten Sinn des Wortes freien Lauf gelassen. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich nur jedem, der Unvorhergesehenes und viel Spannung liebt, raten, diesen Roman sofort zu lesen.

Jeder der Charaktere hat auf seine eigene Art und Weise etwas Anziehendes, sie werden sofort zu Freunden und Verbündeten.

Der Ermittler Dew und die Epidermologin Margaret nehmen ihren Job sehr ernst, sie wollen helfen und schützen und verlieren trotz allem nicht ihre menschlichen Züge (besonders Dew erscheint hier sehr glaubwürdig). Der ehemalige Footballspieler Perry ist allerdings die Hauptfigur. Er trägt die fremde Krankheit in sich und muss lernen, mit ihr umzugehen. Anfangs macht er sich keine Sorgen, erst nach und nach begreift er, was in seinem Inneren vorgeht und dass er mehr in Gefahr ist, als er selbst es vermutet hat. Und aufgrund seiner Erziehung, bzw. schweren Kindheit, handelt er sofort. Hier könnte sich manchem Leser der Magen umdrehen und auch ich musste stellenweise schlucken und das Buch kurz aus der Hand legen.

Mit Perry mit verfolgen zu können, wie die Krankheit ausbricht und sich ausbreitet, war einer der Hauptgründe für mich, dieses Buch so gut zu bewerten. Man kennt jeden seiner Gedanken, leidet und freut sich mit ihm mit, wenn er kurze Momente des Erfolgs genießt. Und nach jeder Seite, jedem Kapitel fragt man sich: Wird Perry es schaffen? Kann er etwas Unvorstellbares bewerkstelligen und eine Krankheit besiegen, an der bis jetzt jedes Opfer gestorben ist?

Wer es ebenso dringend wissen will wie ich (während dem Lesen), der sollte dieses Buch kaufen und am besten Nachts lesen, wenn hinter jedem Schatten „der Virus“ steckt und man danach lange nicht einschlafen kann.

Dekker, Ted – Black (1)

blackHandlung:

Das ist die Geschichte von Thomas Hunter, der in 2 Welten gleichzeitig lebt. Jedesmal wenn er in der einen Welt schläft, ist er in der anderen Welt wach. Als Tom in Detroit (in der wirklichen Welt, wie wir sie kennen) schläft, wird er in der anderen Welt in einem Wald von Fledermäusen namens Shataiki angegriffen und tödlich verletzt. In letzter Sekunde wird er gerettet und in den bunten Wald gebracht, wo Fledermäuse namens Roush und Menschen friedlichen zusammen wohnen.

Tom ist sich nicht sicher, welche der beiden Welten real und welche nicht real ist. Überall versuchen Menschen, ihn von der Echtheit dieser Welt und der Fiktion der anderen zu überzeugen. In Detroit hat er die Mission, die Verbreitung eines Virus zu verhindern, von dem ihm die Bewohner des bunten Waldes erzählt haben. „Damals“ im Jahr 2010 soll dieser Virus die Menschheit binnen 3 Wochen ausgerottet haben.

Als sei das noch nicht alles, soll er im bunten Wald die Frau seines Lebens erobern und sich vom dunklen Wald fernhalten, wo alles Böse wohnt. Schließlich spitzt sich die Lage zu. Tom reist nach Bangkok und entführt dort die Frau, die den Impfstoff, der zu einem Virus mutieren kann, entwickelt hat. Niemand will ihm diesen Weltuntergangs-Traum glauben. Als im bunten Wald der Anführer der Menschen von dem Anführer der Shataiki verführt und getötet wird, eskaliert in beiden Welten die Lage. Wird Tom beide Welten retten können oder steht er vor einer unmöglichen Aufgabe?

Meine Meinung:

Dieser Roman ist in meinen Augen etwas ganz besonderes. Es gibt nicht viele Autoren die es schaffen, Fantasy und Science Fiction in einem Werk auf so atemberaubend spannende Weise zu vereinen.

Tom Hunter hat es wirklich nicht leicht. Als ganz normaler Mann, der Romane schreibt und Geldprobleme hat, soll er plötzlich für den Erhalt zweier Welten verantwortlich sein. Das Leben bzw. Überleben in der Gegenwart, in der Zeit die er gut kennt, ist für ihn schon schwer genug, und jetzt soll er in einer komplett neuen Welt leben. Dort ist nichts so wie wir es kennen. Es gibt keine Technik, und keine Kriege.

Gut und Böse sind klar voneinander getrennt – durch einen Fluss, der den dunklen vom bunten Wald trennt. Der Gott Eljon ist für die gute Bevölkerung das allerwichtigste, und gleich danach kommt die ewige Liebe. Eigentlich eine schöne Vorstellung, finde ich. Leider ist es auch in dieser Welt nicht möglich, Gutes und Böses dauerhaft voneinander zu trennen, vielleicht braucht das eine einfach das andere um überleben zu können.

„Black“ ist nicht so leicht zu lesen, ich habe nicht das Bedürfnis verspürt, das Buch erst wegzulegen, wenn ich es durch habe. Obwohl es nur knapp über 450 Seiten hat, habe ich eine Woche daran gelesen. Nichts desto trotz ist es sehr spannend, mit neuen Ideen und Charakteren, in die man sich hineinversetzen kann und deren Schicksal man weiter verfolgen möchte. Zu diesem Roman von Ted Dekker gibt es zwei Nachfolgeromane namens „Red“ und „White“.

Keene, Brian – Der lange Weg nach Hause

BrianKeene_derlangeWegnachHauseHandlung:

Steve, Charlie, Hector und Craig sind auf dem Nachhauseweg, als es passiert. Eine riesige Explosion löst einen Massenverkehrsunfall aus, bei dem Hector stirbt und Craig verschwindet.

Als Steve und Charlie am Unfallort nach Craig suchen bemerken sie, dass viele Menschen verschwunden sind. Die beiden lernen Frank kennen und zu dritt beschließen sie zu Fuß den langen Weg nach Hause anzutreten. Unterwegs erfahren sie, dass nicht nur am Highway, sondern überall Menschen verschwunden sind – Arbeiter, Angestellte, Politiker, Berühmtheiten und sogar Kinder.

Keiner weiß wer dahintersteckt. Sind es Terroristen, Aliens oder ist es gar Gott gewesen, der die seinen zu sich geholt und seinen Erzengel Gabriel ausgesandt hat um Steve und die anderen zu beschützen?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eines der kürzesten, die ich in den letzten Monaten gelesen habe – und trotzdem eines der spannendsten. Steve ist der Mittelpunkt der ganzen Geschichte – der tragische Held, der einen seiner Freunde verliert und nicht weiß wie es seiner Frau zu Hause geht. Die Gefühle für sie werden im ganzen Roman sehr deutlich geschildert und während dem Lesen fragt man sich immer wieder, ob er rechtzeitig nach Hause kommen wird oder wird er ein leeres Haus anfinden und seine Frau ist verschwunden?

Dieser Roman hat, wie schon im Vor- und Nachwort geschildert, einen religiösen Hintergrund. Es geht um die Entrückung bei der Gott die seinen zu sich holt und dem Rest lange Jahre der Armut und Elend bevorstehen.

Aber auch ohne dieses Vorwort merkt der Leser bald, was Sache ist. Ein Schwarzer namens „Gabriel“ taucht am Unfallort auf und rettet Steve, und im weiteren Verlauf passiert das gleiche noch einmal. Jeder, der im Religionsunterricht ein bißchen aufgepasst hat, kann mit dem Namen Gabriel etwas anfangen, und weiß also dass es sich hier nur um einen Erzengel handeln kann der versucht, das Böse dieser Welt so gut es geht von Steve fernzuhalten.

Wer gerne SF liest, dem kann ich diesen Roman also nur wärmstens empfehlen!

Matheson, Richard – Ich bin Legende

ich bin legendeHandlung:

Robert Neville ist der einzige Mensch auf dieser Welt. Eine Seuche hat alle Menschen, darunter auch seine Frau und Tochter getötet, und diejenigen, die nicht verbrannt wurden, kamen als lebende Untote wieder. Gegen diese Vampire verteidigt er jede Nacht sein Haus. Tagsüber repariert er die von den Vampiren an seinem Haus verursachten Schäden und geht auf Vampirjagd.

Während er Jahr um Jahr in der Einsamkeit lebt, forscht er nach einem Gegenmittel, findet einen Hund, freundet sich mit ihm an und verliert ihn schließlich wieder, was ein harter Schlag für ihn ist da er nun wieder ein Leben in Einsamkeit fristen muss.

Eines Tages trifft er eine junge Frau, die zu den lebenden Untoten gehört, die eine Art Gegenmittel gefunden haben. Da Neville eine Gefahr für diese Menschen darstellt, nehmen sie in gefangen. Kann er es schaffen zu fliehen, oder muss er sein Leben lassen, um die Sicherheit der Untoten zu gewähren?

Meine Meinung:

Dieses Buch kann man auf KEINEN Fall mit dem Kinofilm „I am Legend“ mit Will Smith vergleichen. Das Buch und der Film haben nur den Background gemeinsam (er ist der einzige Mensch auf der Welt, Vampire, Seuche), sonst ist nichts wirklich ident. (Im Buch findet er einen Hund, im Film gehört ihm der Hund von Anfang an, im Buch findet er eine Frau, die ihn verrät, im Film wird er von einer Frau und einem Kind gerettet und opfert sein Leben um die beiden zu retten).

Sonst kann ich nur sagen, dass das Buch sehr sehr sehr gut geschrieben ist. Es ist leicht zu lesen und der Autor schafft es mit einer Brillianz, die Emotionen der Hauptfigur rüberzubringen. Die Einsamkeit, die Ausweglosigkeit der Situation, der Zorn,… man kann mit Robert Neville mitfühlen, als würde man das selbst miterleben.

Auch das Thema ist sehr gut gewählt. Seuchen, Krisen, „Weltuntergang“, alle Menschen sterben und nur eine Handvoll Menschen bleibt über, Zombies, Vampire… das sind Themen, die gerade jetzt sehr oft in Filmen und Büchern verarbeitet werden und die bei der breiten Masse der Leser (und Filmschauer) sehr gut ankommen.

Für meinen Geschmack ist die Geschichte etwas zu kurz geraten, und das Ende kommt schon SEHR plötzlich, aber im Großen und Ganzen ein sehr lesenswertes Buch.

Dieser Roman ist definitiv auch etwas für Fans von Kurzgeschichte, da sich im Anschluss an den Roman selbst einige Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren zu den Themen Vampire, Untote, etc. befinden.

Moody, David – Herbst: Läuterung (3)

läuterungHandlung:

Die Handvoll Überlebender, die sich seit Wochen erfolgreich vor den Zombies versteckt, ist endlich in Sicherheit.

Ein unterirdischer Militärbunker bietet Schutz und Sicherheit. Dort eingesperrt verbringen sie Tag um Tag und warten darauf, dass die Untoten endlich verrotten und sie wieder an die Oberfläche können.

Dieser Tag kommt jedoch schneller als erwartet. Das Militär verliert den Kampf gegen die Zombies und Michael, Emma und die anderen müssen erneut fliehen.

Bis sie auf andere Überlebende treffen, die große Ziele verfolgen und ihnen anbieten, sich der Gruppe anzuschließen.

Meine Meinung:

„Herbst: Läuterung“ ist der letzte Band der Herbst-Trilogie. David Moody spart hier nicht an Spannung, Abenteuern und großen Gefühlen.

Die Figuren, die wir seit dem ersten Band kennen, haben sich weiterentwickelt. Manche finden sich mit dem grausamen Schicksal, in einer toten Welt leben zu müssen, ab und warten nur noch auf das Ende. Andere widerum kämpfen und sind nicht bereit einfach so aufzugeben. Sie glauben an eine Zukunft und an ein Happy-End.

David Moody setzt auch hier wieder viel auf das Gefühls- und Seelenleben seiner Figuren. Zwar gibt es in „Herbst: Läuterung“ viele Kämpfe und auch an Blut und Eingeweiden wird  nicht gespart, das Hauptaugenmerk liegt jedoch darauf, wie Michael, Emma und Co. mit der Situation umgehen.

Kreative Lösungen, Tatendrang und Überlebendswille – mit genug Mut und Ausdauer gibt es nach jedem Heute auch noch ein Morgen.

„Herbst: Läuterung“ überzeugt durch spannende Kapitel (teilweise aus der Sicht der Betroffenen erzählt), ist einfach zu lesen und nur schwer aus der Hand zu legen.

Von David Moodys „Herbst-Reihe“ werden noch zwei weitere Romane erscheinen, die jedoch nicht direkt etwas mit dem Geschehen der ersten 3 Romane zu tun haben.