Buchowetz, Nikolaj – Super Gau Tschernobyl. Vom Leben mit der Katastrophe

Inhalt:

„Super Gau Tschernobyl – Vom Leben mit der Katastrophe“ (geschrieben im Jahr 1996) erzählt von den Menschen in Weißrussland und dem Leben nach der Havarie im Atomkraftwerk Tschernobyl.

In Weißrussland gibt es keine Atomkraftwerke; trotzdem sind 25 % der Landesfläche stark verseucht. Das Essen, der Boden und das Wasser werden als „unsauber“ eingestuft – trotzdem sind nach der Evakuierung viele Menschen wieder hergezogen, weil sie woanders unerwünscht sind und keine Arbeit oder Wohnungen finden.

Hier in der „Zone“ fristen sie nun ein Dasein voller Not, Elend und Krankheiten. Wo früher Leukämie und Schilddrüsenkrebs ein Fremdwort waren – sind diese Krankheiten nun an der Tagesordnung.

Nikolaj Buchowetz und Marion Jerschowa schildern eindrucksvoll, wie es überhaupt zu dieser Katastrophe kommen konnte.

Meine Meinung:

„Super Gau Tschernobyl“ hat mich stark beeindruckt, weil es nicht nur vom Leben mit oder nach der Katastrophe berichtet, sondern auch schon vom Leben davor und von Dingen, die der normale Durchschnittsbürger gar nicht weiß.

In Weißrussland gab es schon vor dem Jahr 1986 Atomversuche, und das Erschreckendste daran ist, dass niemand auch nur im Entferntesten Rücksicht auf das Land oder seine Bewohner genommen hat. Und da die Verantwortlichen so gut im Vertuschen waren, haben sie nach der Explosion des Reaktorblockes Nr. 4 des AKW mit der gleichen Strategie weitergemacht. Von dem Elend der Menschen sollte nichts an die Öffentlichkeit geraten – wer sich gegen diese Anordnung stellte (egal ob Ärzte, Politiker oder Journalisten) verlor seinen Job, musste hohe Geldstrafen zahlen und wurde vor Gericht gestellt.

Relativ bald wusste die ganze Welt, wie es dem Land und den Menschen geht, die eigentlich keine Mitschuld an diesem Elend tragen. Sie verhungern weil das gesunde Essen (statt an sie verschenkt zu werden) am Schwarzmarkt verkauft wird und sie sterben an Krankheiten, die von der Regierung geleugnet werden.

Nikolaj Buchowetz nahm viele Risiken auf sich um dieses Buch zu schreiben – und ich bin ihm sehr dankbar dafür. So erfahren wir, wie gut es uns in Österreich geht und dass andere Menschen auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie benötigen Kleinigkeiten, die für uns selbstverständlich sind und die wir ohne große Umstände geben könnten.

Mein Fazit: Dieses Buch ist leicht verständlich geschrieben, wissenschaftliche Fakten werden genau erklärt und Betroffene kommen zu Wort. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, weil es zum Nachdenken anregt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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Schiller, Lori – Wahnsinn im Kopf

Handlung:

Lori Schiller ist eine real existierende Person. Im Alter von 17 Jahren beginnt sie zum ersten Mal Stimmen zu hören, die sonst niemand hört.

Von diesem Tag an ist nichts mehr so wie es war. Die Stimmen beschimpfen und demütigen Lori und sie wird depressiv und schottet sich von der Außenwelt ab.

Sie versucht immer wieder sich umzubringen und verbringt mehr Zeit in Krankenhäusern als zuhause bei ihrer Familie.

Erst nach und nach wird ihr klar, dass sie wirklich krank ist und Hilfe benötigt.

Meine Meinung:

Lori Schillers „Wahnsinn im Kopf“ hat mich sehr berührt. Jahrelang mit einer Krankheit leben zu müssen, die nicht nur einen selbst zerstört, sondern auch seine Mitmenschen quält, muss unvorstellbar schwer sein.

Lori hat es letztendlich geschafft – sie lebt MIT ihrer Krankheit. Ihre Eltern, Geschwister, Freunde und Ärzte haben ihr immer wieder Mut gemacht und sie nicht im Stich gelassen – mit Erfolg.

Diese Menschen sind es auch, die sich neben Lori in diesem Buch Gehör verschaffen. Sie schildern die Ereignisse und Begebnisse, an die sich Lori aufgrund der vielen Medikamente (die die Stimmen in ihrem Kopf zum Schweigen bringen sollten) nicht mehr oder nur wenig erinnern kann.

Diese Menschen, seien es alte Schulfreunde oder besonders engagierte Psychologen oder Pflegepersonal, tragen neben einem neuen Medikament viel dazu bei, dass es Lori nach so vielen schrecklichen Jahren besser geht.

Leider wird man die Krankheit namens Schizophrenie nie komplett ohne Medikamente aufhalten können, aber wenn die Ärzte das richtige Medikament finden, kann man damit viel Schaden vermeiden. Man sollte sich auch immer vor Augen führen, dass Schizophrenie jeden treffen kann und dass Menschen wie Lori Schiller zuallererst Verständnis und Akzeptanz benötigen und nicht ignoriert und ausgeschlossen werden sollten.

„Wahnsinn im Kopf“ ist ein Erfahrungsbericht der, auch Tage nachdem man ihn fertig gelesen hat, zum Nachdenken anregt.

Hachfeld-Tapukai, Christina – Mit der Liebe einer Löwin

mit der liebe einer löwinWie ich die Frau eines Samburu-Kriegers wurde …

Handlung:

Christina Hachfeld verbringt nach dem Tod ihres Ehemannes ihren Urlaub oftmals in Kenia und verliebt sich dort in den Samburu-Krieger Lpetati.

Er will sie heiraten und so folgt sie ihm bereitwillig in sein Boma (Dorf) in der Nähe von Maralal um dort mit ihm bei seiner Familie zu leben.

Obwohl sie eine Weiße ist, wird sie von Lpetatis Familie/Verwandten schnell akzeptiert und dir Hochzeit kann trotz kultureller Differenzen stattfinden.

Von nun an ist Christina als Alleinverdienerin für die Großfamilie tätig. Oft muss sie gegen Hunger, Durst und Krankheiten kämpfen.

Als die afrikanische Magie ihre Ehe gefährdet, muss sie sich zwischen einem angenehmen problemlosen Leben und einem Leben mit Lpetati entscheiden.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch nun anlässlich des Erscheinens des Folgebandes zum zweiten Mal gelesen und bin nach wie vor begeistert.

Christina Hachfeld-Tapukai hat sich entgegen aller Probleme und Vorurteile dazu entschlossen, ihr sicheres Leben in Deutschland aufzugeben und sich ein neues Dasein in Kenia aufzubauen, mit einem Mann aus einer anderen Kultur und einer Großfamilie, für die es selbstverständlich ist, dass sie Alleinverdienerin ist und ihr Geld und Hab/Gut mit ihnen teilt.

Lpetati ist ein stolzer Krieger, verdient Respekt und Hochachtung. Da ist es nicht immer leicht, mit der westlichen Einstellung nicht überall „anzuecken“. Christina will vor allem das Ansehen ihres Kriegers (den sie liebevoll Simba nennt) unangetastet lassen und lässt sich so oft von der Familie ausnutzen.

Trotz ihrer Hautfarbe wird sie von der Familie aufgenommen und wie eine Tochter/Schwester geliebt. Leider genügt Liebe oftmals nicht. Probleme wachsen aus dem Unverständnis Christinas im Bezug auf die weibliche Beschneidung, oft versteht sie auch nicht, warum sie wirklich alles mit den anderen teilen muss und warum man für jeden Gefallen einen Gegengefallen fordert.

Als der Regen ausbleibt und Menschen und Tiere gleichermaßen hungern, wird es der Deutschen erst richtig bewusst, auf was sie sich eingelassen hat. Jeder verlässt sich auf sie, die Leute im Boma haben keine Ahnung, wie Geldgeschäfte ablaufen und dass auch sie Geld nicht im Überfluss besitzt. Trotzdem gibt Christina Hachfeld-Tapukai nicht auf. Mit ihrer Musik verdient sie immer wieder Geld, unterstützt die Familie und baut für sich und ihren Mann ein Leben auf, das er mit einer Samburu-Frau sicher nicht erreicht hätte.

Diese starke Frau hat Bewunderung verdient, schon alleine deswegen, weil sie nach so vielen Jahren und vieler schicksalhafter Rückschläge immer noch mit ihrem Simba glücklich ist und nicht mit einem anderen Leben tauschen will.

Fournier, Jean-Louis – Wo fahren wir hin, Papa?

papa_woHandlung:

Manche Familien bekommen ein behindertes Kind – und manche Familien bekommen danach ein weiteres behindertes Kind.

Was machen Väter, die mit dieser schweren Situation nicht zurechtkommen und von Schuldgefühlen geplagt werden, am Elend ihrer Kinder Schuld zu sein?

Sie schreiben ein Buch. Und während Mathieu und Thomas älter werden, vergeht die Zeit.

Meine Meinung:

Haben behinderte Kinder Träume? Verstehen sie den Sarkasmus, mit denen ihr Vater über sie spricht? Glauben sie an das Christkind und den Weihnachtsmann? Dürfen Eltern normaler Babys um Extraaufmerksamkeit kämpfen während behinderte Kinder niemand ansehen mag?

Diese und andere Fragen werden in „Wo fahren wir hin, Papa?“ beantwortet.

Mathieu und Thomas sind behindert. Sie sind wahrscheinlich taub, sehen schlecht und werden nie richtig sprechen können. Sie haben eine schlechte Körperhaltung, gehen/sitzen krumm und brauchen Operationen, um diesen Zustand ändern zu können. Sie haben kein Langzeitgedächtnis, vergessen alles und sind trotzdem glücklich.

Jean-Louis Fournier erzählt in sehr kurz gehaltenen Kapiteln vom Leben mit seinen Söhnen, von der Geburt, den schrecklichen Sekunden bis sie endlich Gewissheit über den gesundheitlichen Zustand ihrer Kinder haben, und wie es mit der kleinen Familie weitergeht. Oft macht er sich über seine Kinder lustig, versucht den ganzen Schrecken in Witzen zu ertränken und versucht gleichzeitig, diese Situation zu rechtfertigen. Während dem Lesen begreift man, dass sich Jean-Louis große Schuldgefühle macht und sich einfach nur bei seinen Söhnen entschuldigen will.

Auf 160 Seiten kann man am ganzen Leben zweier Kinder teilnehmen und es macht einen einfach nur traurig mitzuerleben, wie diese Kinder niemals Radfahren oder Tennis spielen werden, ins Kino gehen, Dates haben oder einen Schulabschluss machen. Dinge, die für uns normal und leicht erreichbar sind, sind für Kinder wie Mathieu und Thomas Welten entfernt und bleiben für immer unerreichbar. Wir können nur hoffen, dass sie trotzdem in ihrer eigenen kleinen Welt glücklich sind und trotz der körperlichen Beeinträchtigungen nicht zu viel leiden.

„Wo fahren wir hin, Papa“ regt zum Nachdenken an, weckt Mitgefühl, rührt zu Tränen und schafft es trotzdem, den Leser auf einigen Seiten zum Schmunzeln zu bringen.

Ali, Nojoud – Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden

ich_nojoud_zehn_jahre_geschiedenHandlung:

Nojoud ist geschätzte zehn Jahre alt, als sie gegen ihren Willen mit einem viel älteren Mann verheiratet wird.

Da das gesetzliche Mindestalter der Frau für eine Heirat im Jemen 15 Jahre beträgt, muss der Bräutigam versprechen, mit dem körperlichen Vollzug der Ehe solange zu warten, bis Nojoud in die Pubertät kommt und geschlechtsreif wird. Natürlich hält sich Nojouds Ehemann nicht daran.

Nach Monaten des Missbrauchs, der Gewalt und der Demütigung ist das kleine Mädchen am Ende. Sie beschließt zu handeln und beantragt mit 10 Jahren als jüngstes Mädchen der Welt die Scheidung von ihrem auferzwungenen Ehemann.

Meine Meinung:

Beim Leben dieser wahren Begebenheit habe ich mehr als einmal den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie man einem zehnjährigen Mädchen nur so etwas antun kann. Normale Mädchen spielen in diesem Alter mit Puppen, treffen sich nach der Schule mit Freundinnen und haben keine Ahnung vom Ernst des Lebens.

Muslimische Mädchen müssen in den meisten Fällen in diesem Alter im Haushalt helfen, Wäsche waschen, kochen und auf die kleineren Geschwister aufpassen. Aber auch für sie ist es nicht normal, in diesem Alter verheiratet zu werden, die Familie verlassen zu müssen und im Haus des Ehemanns als Arbeitstier und Sexsklavin gehalten zu werden.

Im Jemen sind die Regeln anscheinend doch etwas strenger als in den anderen muslimischen Ländern. Das gesetzliche Mindestalter für eine solche Zwangsheirat beträgt laut Gesetz 15 Jahre, doch sieht die Tradition vor, dass jüngere Mädchen in einer Ehe Glück bringen. Was man einem Kind damit antut, welche körperlichen und seelischen Qualen man ihm zufügt, daran denkt natürlich niemand.

Nojoud ist zu beneiden, dass sie es mit zehn Jahren fertiggebracht hat, die Familie zu verlassen, zu Gericht zu gehen und die Scheidung nicht nur zu beantragen, sondern auch durchzusetzen. Das kleine Mädchen, das sonst so schüchtern und ängstlich ist, fand dort sofort Hilfe in Form von Richtern, Anwälten und Reportern. Jeder hat sich für ihr Schicksal interessiert und für eine Verbesserung ihrer Situation gekämpft.

In dieser Geschichte wiederfährt Nojoud Gerechtigkeit und seit dem Tag, an dem ihre Scheidung vollzogen wurde, ist sie Vorbild für viele kleine Mädchen, die unter ihrer religiösen Tradition leiden und die selbst ihr Leben in die Hand nehmen und verbessern wollen.

„Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden“ ist ein Beispiel von Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft in einer uns fremden Welt. Delphine Minoui ermöglichte es Nojoud, ihre Geschichte in ihren eigenen Worten niederzuschreiben und uns an ihrem außergewöhnlichen Leben teilhaben zu lassen.

Alexijewitsch, Swetlana – Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft

Handlung:

Dieses Buch erzählt die Geschichte vieler Überlebender der Kernkraftwerk-Katastrophe in Tschernobyl (Ukraine).

Die Autorin hat Menschen in den Sperrgebieten und ehemalige Liquidatoren besucht und mit ihnen über ihr Leben und das Erlebte gesprochen.

Sie hat Frauen getroffen, die ihren Männern beim langsamen Dahinvegitieren zugeschaut haben und hat Mütter befragt, die Babys mit Behinderungen auf die Welt gebracht haben.

Menschen, die von der drohenden Gefahr nicht gewarnt wurden kommen zu Wort und sagen das, was schon lange hätte gesagt werden müssen.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist dazu da, die Menschen zu berühren, aufzuklären und sie endlich wachzurütteln, damit dieser Fehler, den die Menschheit begangen hat, nie mehr passieren kann.

Als damals das Kernkraftwerkunglück passierte, hat man ahnungslose Menschen zum Reaktor geschickt, damit diese ihn löschen, die verseuchten Bäume und die Erde wegschaffen und Tiere umbringen, die dank der radioakten Strahlung nicht mehr lange zu leben gehabt hätten. Man hat ihnen gesagt, sie wären Helden, und fürs Vaterland muss man Opfer bringen.

Aber niemand hat den Liquidatoren gesagt, was es bedeutet, diese Arbeit zu tun. Ja, man ist ein Held, aber was nützt einem dass, wenn man Frau und Kinder vielleicht nie wieder sieht, und wenn doch, lebt man noch einige Wochen oder Monate neben ihnen her, um nicht alleine sterben zu müssen.

Niemand hat erwähnt, dass verstrahlte Frauen keine Kinder mehr bekommen sollen, weil diese stark körperlich oder geistig behindert sein werden. Und niemand hat auch nur einmal davon geredet, wie lange dieses Elend dauern wird.

Strahlung verschwindet nicht nach 3 Wochen oder ein paar Monaten. Die Leute, die dort leben, dort gearbeitet haben, werden nie wieder ein normales Leben führen können und ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Leute daran erinnert, das wir nicht nur Verantwortung uns gegenüber haben, sondern auch anderen gegenüber.

In Zeiten, in denen Wind-, Wasser- und Solarenenergie immer mehr an Popularität gewinnen, sollten wir uns Gedanken machen, ob man nicht komplett auf Atomenergie verzichten kann, um Menschenleben zu schützen und zu verlängern.

Elliott, Jane – Ausgeliefert. Wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte

ausgeliefertHandlung:

Jane ist 21, als sie beschließt, dem Grauen ein Ende zu machen. Das ist ihre Geschichte.

Als Jane mit 4 Jahren aus dem Kinderheim zurück nach Hause kommt, ist nichts mehr so wie früher. Der neue Freund ihrer Mutter hasst sie und versucht, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Anfangs muss sie ihn nur bedienen und sich dabei beleidigen lassen. Danach beginnt er, das kleine Mädchen psychisch fertigzumachen. Er bezichtigt sie der Lügerei und bestraft und verprügelt sie dann.

Als ihm das nicht genug ist, beginnt er sich sexuell an ihr zu vergehen. Natürlich verbietet er ihr es jemandem zu erzählen, ansonsten würde er sie und ihre Mutter umbringen.

Jane ist verzweifelt. Sie hat keine Rechte, nur Pflichten und darf über keine Sekunde in ihrem Leben frei entscheiden. Erst als sie glücklich verheiratet ist und das 2. Kind unterwegs ist, entscheidet sie, dass es nun genug ist. Sie zeigt ihren Stiefvater an.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich auf der einen Seite sehr traurig gemacht, weil man während dem Lesen wirklich merkt, wie sehr Jane gelitten hat, sowohl als Kind, als auch als Jugendliche und Erwachsene.

Auf der anderen Seite macht mich dieses Buch wahnsinnig zornig und wütend. Es ist schon schlimm genug, seine Tochter als „Paki-Schlampe“ zu bezeichnen und sie den ganzen Tag herumzukommandieren. Aber täglich „Gefallen“ einfordern und dabei so tun, als würde das im beiderseitigen Einverständnis passieren, ist das allerletzte.

Wenn Jane nicht lächelt bei dem was sie tut, wird sie geschlagen, und leider kann man irgendwann jeden Willen brechen.

Erst im Alter von 21 Jahren hat sie es geschafft, endlich „Nein“ zu sagen und für sich, ihren Mann und ihre 2 Kinder ein normales Leben ohne Missbrauch einzufordern.

Das Buch „Sie nannten mich ‚Es'“ von Dave Pelzer hat ihr dabei sehr geholfen. Sie hat erkannt, dass auch anderen Kindern sehr schlimme Dinge passieren und dass sich trotzdem alles zum Guten wenden kann.

Mit ihrem Buch versucht sie dieses Gefühl an andere missbrauchte Kinder weiterzugeben.

Sehr sensible Menschen sollten dieses Buch allerdings nicht lesen, es ist sehr emotional geschrieben und diverse Szenen können einem echt die Tränen in die Augen drücken!

Alles in Allem ist „Ausgeliefert“ ein großartiges Buch von einem großartigen Menschen.