Todd, E. L. – 400 erste Küsse

400 erste küsse

 

E. L. Todd – 400 erste Küsse

erschienen am 25.2.2018 bei Hartwick Publishing

 

Klappentext:

Der Mann, den ich hasse, lebt nebenan.
Er muss gerade erst eingezogen sein, obwohl ich keinen Umzugswagen gesehen habe.
Er ist genauso arrogant, wie ich ihn in Erinnerung habe; er mäht oberkörperfrei den Rasen und grinst dabei wie ein Idiot. Wenn er mich dabei erwischt, wie ich ihn durch das Fenster anstarre, zwinkert er mir zu.
Unglaublich eingebildet.
Er flirtet mit mir, als hätte er mir nie das Herz gebrochen.
Und dann erzählt er mir etwas, das ich einfach nicht glauben kann.
Wir sind verheiratet.

Meine Meinung:

Dieses E-Book wurde mir von Hartwick Publishing zum lesen und rezensieren zur Verfügung gestellt.

In „400 erste Küsse“ geht es um Bree, die Tür an Tür mit ihrem Ehemann Cypress wohnt, aber nicht weiß, dass sie verheiratet sind. Nach einem Unfall hat sie ihr Gedächtnis verloren und kann sich nur an Erlebnisse bis zu einem gewissen Zeitpunkt erinnern.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Bree und ihrer Schwester Amelia.

Die ersten Kapitel waren verwirrend zu lesen, da man anhand des doch verwirrenden Klappentextes keine Ahnung hat, was man von diesem Roman zu erwarten hat. Negativ anzumerken ist, dass Bree zum Teil im Buch ganz anders ist, als sie im Klappentext beschrieben wird (wo sie z.B: von dem Mann, den sie hasst, redet … aber gerade am Anfang merkt man relativ wenig von diesem Hass).

Dem aufmerksamen Leser fallen auch einige Rechtschreib- und Tippfehler (ein Buchstabe zu viel oder zu wenig) sowie zahlreiche Wortwiederholungen (einzelne Worte aber auch Redewendungen wie „die Arme vor der Brust kreuzen“) auf.

Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der Hauptprotagonisten und ihres Umfeldes. Sowohl Bree als auch Cypress haben interessante Jobs und sie sind offenkundig weder reich noch schüchtern/jungfräulich (wie in so vielen derzeit gehypten Büchern beschrieben). Im Großen und Ganzen ist „400 erste Küsse“ ein Roman für Fans von Young-Adult-Romanen, die perfekte Urlaubslektüre oder einfach ein Roman für zwischendurch an einem kalten Winterabend.

Fans von in sich abgeschlossenen Romanen kann ich „400 erste Küsse“ nicht empfehlen – die Geschichte endet viel zu abrupt und auf den Nachfolgeband „325 erste Streite“ muss man leider noch bis zum 20. April 2018 warten.

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Armentrout, Jennifer L. – Morgen lieb ich dich für immer

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Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

erschienen am 13.3.2017 im CBT Verlag

Klappentext:

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft… Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt

Meine Meinung:

„Morgen lieb ich dich für immer“ handelt für mich von der großen, wunderbaren und wahren Liebe, die man schon als Kind empfinden kann, und die auch bestehen bleibt, wenn man sich einige Jahre nicht sieht.

Mallory und Rider sind in derselben Pflegefamilie aufgewachsen und hatten nichts im Leben bis auf den jeweils anderen. Ich fand es schön, dass die Gefühle füreinander gleich wieder aufgeflammt sind, als sie sich nach 4 Jahren an der Highschool wiedergetroffen haben.

Mallory hat sehr mit der Vergangenheit zu kämpfen. Sie spricht nur sehr wenig und äußerst ungern, ist unsicher und schüchtern. Rider hingegen scheint die früheren Erlebnisse auf den ersten Blick gut verkraftet zu haben – er ist witzig und immer guter Laune, hilfsbereit und sieht zudem auch noch unverschämt gut aus. Beide Hauptprotagonisten waren mir von Anfang an sehr sympathisch, genauso wie ihre Freunde Hector, Jayden und Ainsley. Jayden hat mich oft zum Lächeln gebracht und bei Ainsley war ich einfach nur froh, dass sie für Mallory eine so gute Freundin ist.

„Morgen lieb ich dich für immer“ behandelt auch das Thema „Pflegekinder/Pflegeeltern“ und wie sich mehr oder weniger fürsorgliche Pflegeeltern auf das Leben eines kleinen Kindes oder Jugendlichen auswirken können. Mallory und Rider kämpfen beide auf ihre Art und Weise um ein Leben, dass von Wärme, Wohlfühlen und einer gesicherten Zukunft geprägt ist. Auf jeder einzelnen Seite fiebert man automatisch mit den beiden mit und wünscht ihnen, was eigentlich für jeden jungen Menschen selbstverständlich sein sollte.

Jennifer L. Armentrout ist normalerweise für ihre Obsidian- oder Dark-Elements-Reihe bekannt. Sie hat hier einen wunderschönen Young-adult-Roman geschaffen, den ich jedem nur ans Herz legen kann. Verliert euch auf über 500 Seiten in einer unvergesslichen Geschichte, die euch noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Moreland, Melanie – Beneath the scars (Nie wieder ohne dich)

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Melanie Moreland – Beneath the scars (Nie wieder ohne dich)

erschienen am 1.2.2018 im LYX.digital Verlag

Klappentext:

Alles, was Zachary Adams will, ist allein gelassen zu werden. Menschen meidet er, da sie sich von seinen Narben abgestoßen fühlen. Seine Bilder, der Ozean und die Einsamkeit – das ist seine Welt. Doch dann lässt er Megan Greene in sein Leben. Auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, hat die junge Schriftstellerin nur ein Ziel: zur Ruhe kommen. Das Sommerhaus in Maine, das ihr eine Freundin zur Verfügung stellt, ist perfekt. Das Meer, der Strand und das kleine Städtchen sind alles, was sie braucht. Bis sie über ein Gemälde stolpert, das sie auf den ersten Blick fasziniert. Bis sie auf den verschlossenen Künstler trifft, der ihr mit diesem Bild aus der Seele spricht. Bis sie Zachs Geheimnisse aufdeckt und damit zerstört, was sie sich aufgebaut haben …

 

Meine Meinung:

Ich bin sehr zwiegespalten, wie ich diesen Roman bewerten soll. Auf der einen Seite hat mir die Handlung wirklich gut gefallen, auf der anderen Seite war ich von den Hauptprotagonisten die meiste Zeit extrem genervt.

In „Beneath the scars“ geht es um zwei Menschen, die beide schlimme Erlebnisse in der Vergangenheit zu verarbeiten haben, aber vollkommen unterschiedlich damit umgehen. Zachary ist verschlossen, in sich gekehrt und vermeidet Kontakt zu anderen Menschen. Er reagiert barsch, unhöflich und mit Absicht verletzend, um seine Ruhe zu haben. Megan wirkt im Gegenzug sehr unsicher, leicht einzuschüchtern und absolut nicht selbstbewusst. Auf Zacharys abweisendes Verhalten reagiert sie in erster Linie verletzt und nicht etwa wütend oder verärgert, wie es in solchen Situationen nur logisch und nachvollziehbar wäre. Diese Bedürftigkeit und die Tatsache, dass sie alle paar Seiten in Tränen ausbricht, haben nicht dazu beigetragen, sie mir sympathisch erscheinen zu lassen.

Liebesbekundungen, leidenschaftlicher Sex und dramatische Streitereien wechseln sich in rasanter Folge ab. Irgendwann weiß man schon vorm Umblättern der Seite, was wohl als nächstes passieren wird.

Gut gefallen hat mir, dass es endlich einmal nicht um den Millionär und die schüchterne Sekretärin oder den Rockstar und die unschuldige Studentin geht. Zachary ist Maler und Megan ist Schriftstellerin – beide ziehen das ruhige Leben in einer Kleinstadt am Meer dem turbulenten Dasein in einer Großstadt vor. Ihre Liebesgeschichte könnte großartig sein, wenn die Autorin die beiden nicht alle paar Seiten in Tränen ausbrechen oder einen Wutanfall bekommen lassen würde.

„Beneath the scars“ ist ein Buch für Fans von young-adult-Romanen, das man im Urlaub oder zum Zeitvertreib lesen kann; dem anspruchsvollen Leser, der gern eine Bindung zu den Hauptprotagonisten aufbaut und mit ihnen mitfiebert, würde ich es wohl nicht empfehlen.

McGee, Katharine – Beautiful Liars Band 1: Verbotene Gefühle

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Katharine McGee – Beautiful Liars Band 1: Verbotene Gefühle
erschienen am 23.8.2017 im Ravensburger Verlag

Klappentext:

New York, 2118: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt leben die Reichen oben und die Armen unten. Hinter der glänzenden Fassade des Towers verbirgt sich ein Netz aus Intrigen. Der wunderschönen Avery liegt die Welt zu Füßen – wortwörtlich, denn sie wohnt im obersten Stockwerk des Towers. Doch ein quälendes Geheimnis zerreißt sie mit jedem Tag ein bisschen mehr: die verbotene Liebe zu ihrem Stiefbruder Atlas. Niemand darf davon erfahren, weder ihre besten Freundinnen, die ehrgeizige Leda und die impulsive Eris, noch der faszinierende Watt aus den unteren Etagen. Avery ahnt nicht, dass ihre Freunde weitaus gefährlichere Geheimnisse verbergen  und dass ihre Welt bald wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen wird.

Inhalt in eigenen Worten:

„Beautiful liars“ spielt im New York der Zukunft und erzählt die Geschichte von fünf Bewohnern des höchsten Wolkenkratzers in dieser Stadt:

Avery wohnt im höchsten Stockwerk und ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr beliebt.

Leda und Eris sind ihre besten Freundinnen.

Rylin und Watt leben in den unteren Etagen des Towers und sind somit nicht so privilegiert wie Avery und ihre Freunde.

Meine Meinung:

„Beautiful liars“ ist der erste Band einer neuen gehypten Buchreihe, von dessen Hype ich wieder einmal nichts mitbekommen habe. Aufgefallen ist mir das Buch durch sein auffallend schönes Cover, welches ein Mädchen in einem rosa Kleid zeigt, dass über den Wolkenkratzern sitzt und nach unten schaut.

Gleich zu Beginn wird man lesetechnisch ins kalte Wasser geworfen. Jedes Kapitel handelt von einer anderen Person und man muss sich sofort merken, wer zu wem gehört, wer mit wem gut kann und mit wem nicht, damit man der Geschichte folgen kann.

Alle 5 Hauptfiguren und auch die Nebenfiguren waren mir großteils sympathisch – zumindest in den ersten Kapiteln. Dann stellte sich irgendwann heraus, dass so ziemlich jeder, der im Tower lebt, diverse Geheimnisse hat und alles dafür tut, dass ja keiner aus seinem Umfeld etwas davon erfährt. Da fragt man sich doch, was für eine Freundschaft das z.B.: zwischen Avery und Leda sein soll, wenn man lieber die beste Freundin ignoriert, als ehrlich zu ihr zu sein. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es massenhaft Intrigen, ausschweifende Partys und mit der Moral nimmt es auch keiner besonders genau. Die Bewohner der oberen Stockwerke schauen auf die Bewohner der unteren Stockwerke hinab (weil zu arm) und umgekehrt (weil zu arrogant). Und genau das ist es aber, was dieses Buch so spannend macht, dass man es kaum aus der Hand legen kann und es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Ich habe mich ständig gefragt, wann wohl dieses Geheimnis ans Licht kommt, wie viel Ärger dieser oder jener Charakter bekommt und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten hätte.

Am liebsten mochte ich Rylin (sie ist einfach ein netter Mensch, der versucht, aus seiner Situation das Beste zu machen und nicht aufzugeben); im Gegenzug dazu konnte ich Leda gar nicht ausstehen (irgendwann ab der Hälfte des Buches wollte ich sie nur noch schütteln und aus dem Tower verbannen, weil sie mich mit ihrer arroganten hochmütigen Art nur mehr genervt hat).

„Beautiful liars“ ist eine Empfehlung für Fans von Pretty Little Liars und Gossip Girl (lt. Klappentext) und für Fans von dystopisch angehauchten Romanen mit neuen technischen Spielzeugen/Errungenschaften und einer gewaltigen Portion Liebe und auch Herzschmerz. Die Geschichte zeigt, wie wichtig Freundschaft ist, aber man trotzdem immer vorsichtig sein sollte, wem man vertraut und wem nicht.

Mir hat das Buch alles in allem sehr gut gefallen (mal abgesehen davon, dass es für mich auch ok gewesen wäre, wenn es weniger Untreue und Drogenmissbrauch in der Handlung gegeben hätte) und ich kann es auf jedem Fall weiterempfehlen.

„Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ ist Band 1 – Band 2 (Gefährliche Sehnsucht) erscheint am 1.7.2018 und wird schon sehnsüchtig von mir erwartet.

Albertalli, Becky – Nur drei Worte (Love, Simon)

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Becky Albertalli – Nur drei Worte (Love, Simon)
erschienen am 26. Februar 2016 im Carlsen Verlag

Klappentext:

Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Inhalt in eigenen Worten:

Simon schreibt seit Monaten E-Mails mit Blue, einem Jungen aus seiner Schule, der witzig, klug und süß ist. Blue möchte unerkannt bleiben, und so verliebt sich Simon jeden Tag ein Stück mehr in einen Jungen, von dem er nicht weiß wie er aussieht, aber bei dem er sich sicher aufgehoben und sehr wohl fühlt. Eines Tages liest ein Mitschüler von Simon seine Mails und versucht, für sich daraus Vorteile zu ziehen – und plötzlich ist Simons Leben kompliziert und steht Kopf …

Meine Meinung:

„Nur drei Worte“ ist ein Roman, den ich euch ohne groß überlegen zu müssen, sofort ans Herz legen und weiterempfehlen würde.

Es geht um Liebe, Freundschaft und die drei großen Worte, die man braucht, wenn man sein Coming-out hat.

Simon ist ein total süßer, sympathischer Charakter. Er wird in der Schule gemocht, versteht sich gut mit seinen Freunden und hat eine Familie, die immer hinter im steht und ihn unterstützt. Frisch verliebt ist er natürlich manchmal schüchtern und unsicher, traut sich aber auch mit Blue zu flirten, wenn es gerade zu den Mails passt, die sie sich schreiben.

Das Buch wird aus Simons Perspektive erzählt und somit weiß der Leser immer genau, wie es Simon gerade geht, welche Gedanken er hat und welche Ängste ihn als noch-nicht-geouteten Homosexuellen plagen.

Das Cover ist schlicht gehalten und bietet auf den ersten Blick keinen Hinweis auf den Inhalt der Geschichte (Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, habe ich mich verlesen und dachte, Blue wäre ein Mädchen und dieser Roman somit eine typische Teenager-Liebesgeschichte. Nach einigen Seiten war ich dann total überrascht (aber im positiven Sinn)).

Während ich das Buch gelesen habe, habe ich mich alle paar Seiten gefragt: WER ist Blue? Ist es ein Freund von Simon, jemand aus seinem Umfeld? Ist es ein Mitschüler, den Simon flüchtig kennt oder ist es gar jemand, der ihm noch nie aufgefallen ist? – somit war das Buch auch sehr spannend und ich wollte es nicht aus der Hand legen, bevor ich weiß, wer Blue ist und ob die beiden überhaupt zusammenpassen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Hätte ich einen schwulen besten Freund (der ungefähr in Simon‘s und Blue‘s Alter ist), würde ich ihm genau so eine Liebesgeschichte wünschen – mit Herzklopfen, Bauchkribbeln und einer Portion geheimnisvoller Spannung.

Wer das Buch kennt und genauso liebt wie ich, sollte sich dann unbedingt „Love, Simon“ im Kino anschauen (Filmstart März 2018 in den USA, Juni 2018 in Österreich) – mit dem süßen Nick Robinson als Simon.

 

Neubeginn :)

Hallo meine lieben Bücherfreunde,

lange ist es her, dass ihr zuletzt etwas von mir gelesen habt – meine letzte Rezension habe ich im Februar 2013 geschrieben.

Gelesen habe ich weiter für mein Leben gern, nur fehlte mir die Motivation jedes gelesene Buch (ca. 100 im Jahr) für euch zu rezensieren. Also habe ich irgendwann mit dem bloggen aufgehört.

2016 habe ich meinen Freund kennengelernt und dementsprechend weniger gelesen als zu meinen Singlezeiten.

Im Moment schwanke ich zwischen 30 und 50 Büchern pro Jahr und finde, dass es nun an der Zeit ist, wieder aktiv zu bloggen und meine Liebe/Leidenschaft zu Büchern mit euch zu teilen.

Falls ihr Wünsche/Anregungen habt, würde ich mich sehr über Kommentare von euch freuen – damit wir gemeinsam einen schönen Blog schaffen können.

Alles Liebe, Sabine

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McIntosh, Will – Wie die Welt endet

wie-die-welt-endetHandlung:

Jasper erlebt den Untergang der Welt mit, wie langsam die Ressourcen knapp werden und es einfach nicht mehr genug Lebensmittel und Energie für alle Menschen gibt.

Während die Reichen in bewachten Wohnanlagen wohnen und noch einer Arbeit nachgehen können, schließt sich Jasper mit seinen Freunden zu einem Nomadenstamm zusammen.

Sie ziehen durchs Land und versuchen Geld zu verdienen und nicht zu verhungern. Sie werden mit brutaler Gewalt, Armut und Seuchen konfrontiert, die von verrückten Wissenschaftlern in Labors gezüchtet und auf die Menschheit losgelassen werden.

Mittendrin in dieser chaotischen Welt muss Jasper versuchen trotz aller Widrigkeiten noch menschlich zu bleiben, was alles andere als leicht ist, wenn man die beschützen will, die man liebt.

Meine Meinung:

„Wie die Welt endet“ ist ein großartiger Roman über den langsam schleichenden Weltuntergang. Es gibt weder den 3. Weltkrieg noch diverse Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Tornados – die Welt dreht sich einfach immer weiter, während die Menschen Lebensmittel und Energie verbrauchen und sich keine Gedanken darüber machen, wie es weitergehen soll, wenn ein Großteil davon (oder sogar alles) verbraucht ist.

Jasper lebt in den USA – einem Land, in dem alles reichlich vorhanden ist bzw. sein sollte. Trotzdem kann er sich eines Tages seine Wohnung nicht mehr leisten und zieht mit seinen Freunden durchs Land, wo sie Strom (den sie mit Sonnenkollektoren herstellen) gegen Essen oder Geld tauschen wollen. Als wäre ein fehlendes Dach über dem Kopf nicht schon schlimm genug, müssen sie sich mit unruhestiftenden Banden und neuen Seuchen auseinandersetzen, die ihnen das Leben nicht unbedingt leichter machen.

Jasper ist ein sehr sympathischer, aber nicht unbedingt komplexer oder besonders interessanter Mensch. Er versucht seinen Freunden im Nomadenstamm zu helfen und würde alles für sie tun. Ein wenig störend habe ich die Tatsache empfunden, dass er so verzweifelt auf der Suche nach einer Freundin ist. Man sollte denken, wenn neben einem die menschliche Zivilisation zusammenbricht hat man andere Gedanken als die Partnersuche, aber Jasper fühlt sich ohne Freundin einfach nicht komplett. Auf der Suche nach Mrs. Right muss er Einiges durchmachen, seien es Dates ohne Gutenachtkuss oder Überfälle der Jumpy-Jumps nach einer gelungenen Verabredung. Man merkt, dass Jasper ein Mann mit Ecken, Kanten und Fehlern ist, er aber viel daran setzt, aus seiner Vergangenheit zu lernen und es in der Zukunft besser zu machen.

„Wie die Welt endet“ befasst sich mit ca. zehn Jahren im Leben von Jasper und seinen Freunden. Leider erfährt man nicht, wie der „Untergang der Welt“ anfing, wann z.B. das erste Mal zu wenig Energie für alle Menschen da war oder wann die erste Seuche ihre Opfer forderte. Nichtsdestotrotz ist dieser Roman ein spannendes Leseerlebnis (mit einigen wirklich ekligen Szenen und einer großen Portion Liebe) und würde sich auch für eine Hollywood-Verfilmung eignen.