Norman, Hilary – Die Rache der Kinder

7. April 2010 at 11:40 (Thriller)

Handlung:

Am Anfang sind sie nur vier Kinder aus einem Waisenhaus, die ein gemeinsames Lieblingsbuch haben. Sie benennen sich nach Figuren aus diesem Roman und spielen Monsterjagd.

Bis die Ankunft eines 5. Spielers alles verändert. Auch er kennt das Buch und ist begeistert von der Spielidee der Kinder – mit dem Unterschied, dass seine Spiele grausamer sind als die der anderen.

Gemeinsam bestrafen sie „Monster“ – Menschen, die in ihren Augen anderen Menschen Leid zugefügt haben und eine Bestrafung verdienen.

Bis das Spiel eines Tages außer Kontrolle gerät – und die mittlerweile erwachsen gewordenen Kinder einen Unschuldigen bestrafen.

Meine Meinung:

„Die Rache der Kinder“ ist ein Roman, der nicht nur durch eine spannende Handlung, sondern vor allem durch Grausamkeit im Gedächtnis bleibt.

Die vier Kinder mit Namen Jack, Simon, Roger und Piggy (diese Namen kennt man aus dem Buch „Der Herr der Fliegen“ von William Golding) sowie ihr Anführer Ralph haben allesamt in ihrem Leben viel Leid erfahren, wurden von ihren Eltern missbraucht oder im Stich gelassen. Nun haben sie ein ausgeprägtes Schuldbewusstsein und wollen, dass jede Ungerechtigkeit bestraft wird. Dass sie sich damit selbst zu Tätern machen ist ihnen zum Teil nicht bewusst und später im Erwachsenenalter ist es ihnen egal.

In verschiedenen Kapiteln wird aus der Sicht der vier Kinder, Ralph oder zwei der Opfer erzählt (was anfangs etwas verwirrend ist, sich aber nach einigen Kapiteln legt). Im Roman erfährt man somit viel mehr über die Opfer als über die Täter.

Meiner Meinung nach hat Hilary Norman zu wenig aus der Vergangenheit von Ralph und den vier Kindern erzählt. Einige wage formulierte Sätze reichen nicht aus um die Beweggründe von ihnen und somit sie selbst besser verstehen können. Somit erscheinen sie die ganze Geschichte über fast schon als Fremde, während man das Umfeld und den Alltag der Opfer kennt und es somit noch mehr schmerzt wenn man sie leiden sieht.

„Die Rache der Kinder“ kann ich an Leser weiterempfehlen, die Thriller lieben und auch gerne bereit sind etwas Neues auszuprobieren (denn hier spielen die Ermittler im Gegensatz zu den meisten anderen Thrillern nur eine kleine untergeordnete Nebenrolle).

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Iles, Greg – 12 Stunden Angst

3. März 2010 at 12:13 (Thriller)

Handlung:

Eine unglücklich verliebte Mutter, ihr Lover und der betrogene Ehemann.

Laurel hat alles, was das Herz begehrt: Sie ist mit einem Arzt verheiratet, lebt in einem tollen Haus und hat zwei Kinder, die sie über alles liebt. Und sie ist wieder schwanger. Von ihrem Geliebten.

Als ihr Mann eines Morgens einen verräterischen Brief findet, nimmt er sie und die Kinder als Geiseln und verschanzt sich in seinem Haus – bis er weiß, mit wem ihn seine Frau betrogen hat.

Leider ist Laurels Ehebruch nicht sein einziges Problem.

Meine Meinung:

Normalerweise bin ich ein großer Fan von Psychothrillern in denen es um Eifersucht und betrogene Ehepartner geht, weil es einfach spannend ist, mitzuverfolgen, wie die einzelnen Charaktere agieren und sich in bestimmten Situationen verhalten.

„12 Stunden Angst“ konnte mich jedoch nicht überzeugen.

Laurel war mir vom ersten Kapitel an unsympathisch. In meinen Augen ist sie nicht nur naiv, sondern auch strohdumm. 400 Seiten lang hat sie gedacht, ihren Mann ohne Konsequenzen anlügen zu können und die Tatsache, dass sie auch dann nicht mit lügen aufgehört hat, als er sie schon längst durchschaut hatte, setzt der ganzen Farce die Krone auf.

Weiters war ich mir bei Warren nie sicher, ob er jetzt das arme bemitleidenswerte Opfer oder der skrupellose Bösewicht ist. Sein Charakter hat so schnell zwischen verletzt und eiskalt hin und her gewechselt, dass mir beim Lesen mehr als einmal schwindelig war. Auch konnte ich nicht verstehen, wie ihn seine beruflichen Probleme so kalt lassen können, nur weil ihn seine Frau betrogen hat.

Im Großen und Ganzen ist „12 Stunden Angst“ ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch – wer jedoch lieber zu anspruchsvollen Thrillern mit einer spannenden Handlung, inhaltlichen Höhepunkten und sympathischen Charakteren greift, sollte die Finger von diesem Buch lassen.

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Sullivan, Mark T. – Toxic

12. Januar 2010 at 17:46 (Thriller)

Handlung:

Ein grausamer Serienmörder geht um und versetzt San Diego in Angst und Schrecken. Die Opfer werden tot aufgefunden, mit Anzeichen von sexuellem Kontakt und Schlangenbissen an ihrem Körper.

Sergeant Moynihan soll anhand der Schlangenbisse und rätselhafter Botschaften am Tatort den Mörder finden.

Er verstrickt sich immer mehr in geheimnisvollen Rätseln und als ihn nicht nur seine, sondern auch die Vergangenheit des Mörders einholt, schwebt er in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Ich habe es tatsächlich geschafft – und habe „Toxic“ trotz meiner Angst vor Schlangen innerhalb weniger Tage durchgelesen. Wer Angst vor den beinlosen Reptilien hat, sollte vielleicht die Finger von diesem Buch lassen, denn sie sind neben Sergeant Moynihan die Stars dieses Romans.

Mambas, Vipern und Kobras werden dazu benutzt, unschuldige Männer zu foltern, zu quälen und anschließend sterben zu lassen. Ihr tödliches Gift soll als Bestrafung dienen.

Sergeant Moynihan braucht ziemlich lange, bis er den wahren Täter gefasst hat. Und auch sonst ist er ein sehr klischeehafter Ermittler. Er ist geschieden (!!), hat einen Sohn, den er natürlich nicht so oft sieht wie er gern würde, und fällt immer wieder auf die falschen Frauen hinein. Wer viele Thriller liest, erkennt, dass es sich bei diesen Tatsachen um etwas Gängiges und nichts Neues handelt.

Die anderen Figuren, Moynihans Kollegen, Randfiguren und der Täter, sind alle gut ausgearbeitet und geben tiefe Einblicke in die Welt des organisierten Verbrechens und der Reptilien.

In der „Ich“-Erzählform erzählt der Sergeant himself von diesem Fall und Mark T. Sullivan verschafft dem Roman somit eine sehr persönliche Note.

Fans von spannenden Thrillern mit einem unvorhersehbaren Ende sollten „Toxic“ lesen und danach zu weiteren Thrillern des Autors, wie „Panic“, „Limit“ oder „66095“ greifen.

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Anscombe, Roderick – Hinterhältig

9. Dezember 2009 at 10:22 (Thriller)

Handlung:

Der Psychologe Paul Lucas wird gebeten, mit einem jungen Stalker zu sprechen und so herauszufinden, ob er psychisch zurechnungsfähig ist und ob er verurteilt werden kann.

Bald wird Paul klar, dass Craig genau weiß, was er tut. Er liebt Natalie und will sie um keinen Preis aufgeben.

Als Paul sich weigert sich auf seine Seite zu stellen, zeigt Craig sein wahres Gesicht. Er verschafft sich Zutritt zu Pauls Leben, wühlt in seiner Vergangenheit herum und setzt alles daran um die Existenz des Psychologen zu zerstören. …

Meine Meinung:

„Hinterhältig“ ist ein Psychothriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Ich habe die 400 Seiten an einem Tag gelesen, weil ich unbedingt herausfinden wollte, ob Craig mit seinen Taten durchkommt oder ob am Ende doch „die Seite des Guten“ siegen wird.

Bis zum Schluss war ich mir stellenweise nicht sicher, auf wessen Seite ich stehe. Zwischendurch war Paul nahe daran, in die Paranoia zu verfallen, manche seiner Thesen waren einfach zu unglaubwürdig und weit hergeholt um wahr sein zu können. Auch Craig hat seine Rolle gut gespielt. Nach außen hin war er das unschuldige Opfer das einsieht und bereut, nur Paul hat gesehen, wie Craig wirklich ist: berechnend und böse.

Roderick Anscombe hat hier einen Titel für seinen Roman gewählt, der nicht treffender sein könnte. „Hinterhältig“ zeigt die menschlichen Abgründe und wie weit manche Menschen gehen um sich zu rächen und das Leben anderer zerstören zu können.

Der Roman ist in der „Ich-Erzähler“-Form geschrieben und zeigt so sehr gut, wie Paul sich fühlt, wie er mit gewissen unvorhersehbaren Situationen umgeht und man versteht auch seine Denkweise besser.

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Wells, Dan – Ich bin kein Serienkiller

11. Oktober 2009 at 20:48 (Thriller)

Wells_Serienkiller_webHandlung:

Der 15-jährige John lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Stadt. Er geht zur Schule und hilft ihr bei ihrer Arbeit in der Leichenhalle. Eigentlich ist er ein ganz normaler Junge, wäre da nicht das Monster in seinem Inneren, das Menschen töten und sie leiden lassen will. John kämpft trotz seines Interesses an Serienkillern dagegen an – er will kein Soziopath sein oder werden.

Als dann in der Stadt in der er wohnt etliche Morde passieren, beschließt er, den Mörder zu finden und zu stellen. Als er ihn schließlich gefunden hat, muss er sich nicht nur einem Dämon in Menschengestalt stellen, sondern seinem eigenen inneren Monster.

Meine Meinung:

„Ich bin kein Serienkiller“ überzeugt mit einer spannenden Handlung, einer leichten Schreibweise und hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen.

John ist ein Jugendlicher mit ganz alltäglichen Problemen. Er interessiert sich für ein Mädchen, hat nicht viele Freunde und fühlt sich oft wie ein Außenseiter. Nichts Besorgniserregendes – wäre da nicht seine große Begeisterung für Serienkiller und Leichen. Trotzdem ist er in meinen Augen ein sehr sympathischer Junge. Er will seine Mutter nicht verletzen, er will anderen Menschen helfen und – in meinen Augen ganz wichtig – er will dem Monster in seinem Inneren nicht nachgeben.

Auf rund 370 Seiten erzeugt Dan Wells ein gänsehautverursachendes Gebilde mit Elementen aus Horror-Romanen, Thrillern und einem Hauch Übersinnlichem. Auf sein Erstlingswerk kann er mit Sicherheit stolz sein.

Einziges Manko ist die Aufmachung des Romans. Das kreative Cover kann leider nicht die Schwächen des Rough Cut ausgleichen.

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Nasaw, Jonathan – Seelenesser

11. Oktober 2009 at 19:29 (Thriller)

Handlung:

Dies ist ein weiterer Roman über die Fälle von Special Agent Pender, der mittlerweile pensioniert ist und über diese Tatsache gar nicht glücklich ist.

Dieses Buch ist aufgeteilt in 5 parallele Handlungsstränge.

Special Agent Pender wird von einem Freund auf die Insel St. Luke eingeladen, da dort ein Serienmörder umgeht, der seinen Opfern die rechte Hand abhackt.

Phil und Emily Epp sind Forscher und wohnen auf St. Luke. Mitsamt ihrem Hausdiener Bennie glauben sie an einen speziellen Glauben und daran, dass sie Stärke und ein verlängertes Leben erhalten, wenn sie den letzten Atemhauch eines sterbenden Menschen einatmen.

Lewis und Lindsay Apgard sind ein reiches Ehepaar. Lewis hat leider finanzielle Probleme und trinkt zu viel. Um sein größtes Problem zu bereinigen, bittet er Phil und Emily Epp um Hilfe.

Holly wohnt mit ihren Pflegekindern Marley und Dawn auf St. Luke und verdient sich ihr Geld als Masseurin.

Dawson wohnt ebenfalls auf St. Luke und verliebt sich in Pender.

Zu Anfang gibt es noch eher vereinzelt Morde, dann geht alles rasend schnell und eine Person nach der anderen stirbt unter der Hand des grausamen Macheten-Mannes. Wird Pender schnell genug sein, um ihn aufzuhalten oder hat er sich diesmal mächtig geirrt

Meine Meinung:

Ich liebe die Romane von Jonathan Nasaw. Er schreibt so wahnsinnig spannend, ohne langatmig zu sein. Er sucht sich exotische Orte für die Handlung aus und versteht es, mehrere Personen perfekt miteinander verschmelzen zu lassen.

Obwohl Pender für einen Special Agent schon zu alt ist, stürzt er sich voller Tatendrang auf diesen neuen Fall – natürlich genießt er auch das tolle Klima auf der Karibikinsel und die Gesellschaft von einer schönen Frau (wie in jedem Roman von Nasaw).

Trotz seinem nicht-beeindruckbaren Aussehen, seinen Alkoholproblemen ist einem Pender einfach sofort sympathisch, weil für ihn das wichtigste auf der Welt ist, unschuldige Menschen von kranken Serienmördern zu beschützen. Und es gelingt ihm auch dieses Mal.

Im Grunde sind alle Figuren in “Seelenesser” irgendwie sympathisch, bzw. man kann sich leicht in sie hineinversetzen und versteht, warum sie manche Dinge anders sehen und handeln als wir – auch wenn es nicht richtig ist.

Wie alle Nasaw-Romane geht auch dieser Roman gut aus – was bei einem Thriller ja keine Selbstverständlichkeit ist.

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Morrell, David – Level 9

11. Oktober 2009 at 19:28 (Thriller)

Handlung:

Nachdem Frank Balenger und seine (neue) Freundin Amanda aus dem Paragon-Hotel entkommen konnten, ist einige Zeit vergangen. Die beiden sind dank des Verkaufes einer Münze reich. Sie werden auf einen Vortrag über Zeitkapseln gelogt und dort unter Drogen gesetzt. Als Frank aufwacht ist er alleine. Er versucht Amanda zu finden und begreift schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt und jemand versucht, ein gefährliches Spiel mit ihm zu spielen. Aus Liebe zu Amanda lässt er sich darauf ein.

Zur gleichen Zeit erwacht Amanda und erfährt, dass sie und 4 andere Entführte Mitspieler im Spiel eines Verrückten sind. Sie haben 40 Stunden Zeit, mit Hilfe eines GPS-Gerätes eine “Mission” zu erfüllen und einen bestimmten Ort zu finden.

Balenger hat mittlerweile herausgefunden dass der Gamemaster versucht ihn und die anderen zu einer Zeitkapsel zu locken und macht sich auf den Weg zu Amanda. Werden sie es schaffen, das Spiel zu gewinnen und dem irren Game-Master zu entkommen?

Meine Meinung:

Ein würdiger Nachfolge-Roman. Er ist wieder genauso spannend und leicht zu lesen, wie “Creepers”. David Morrell hat sich wieder ein Thema ausgesucht, dass es auch in der realen Welt zu finden gibt (Genauso wie es die Urban Explorers gibt). Zeitkapseln gibt es schon sehr sehr lange. Menschen gebraben/verstecken darin Dinge, von denen sie annehmen, dass sie von Menschen in der Zukunft gefunden werden sollen. Viele dieser Zeitkapseln gehen leider verloren und werden nie wieder gefunden. Morrell war von diesen Zeitkapseln so fasziniert, dass er einen Bericht darüber jahrelang aufbewahrte bevor er beschloss, einen Roman darüber zu schreiben.

Ich finde es großartig, dass er ein so “banales” Thema auf diese Art und Weise im einem Roman verpackt hat, da man nicht nur einen Thriller zu lesen bekommt, sondern auch ein Werk, in dem man viel über Zeitkapseln erfährt, bzw das Interesse geweckt wird, mehr darüber zu erfahren.

Leser von David Morrell sind wahrscheinlich an einige blutige Szenen (die auch in diesem Roman vorkommen) gewöhnt und werden sich nicht wundern, dass von den ursprünglichen Personen nicht viele übrig bleiben.

Im Großen und Ganzen bin ich der festen Überzeugung, dass dieser Roman zu Unrecht durch diverse Kritiken verrissen wurde und auf jeden Fall gelesen werden sollte. Man wird nicht enttäuscht werden!

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Morrell, David – Creepers

11. Oktober 2009 at 19:26 (Thriller)

Handlung:

Frank Balenger begibt sich mit einer Gruppe von URBAN EXPLORERS in ein altes Hotel, um es (angeblich) zu infiltrieren.

In Wirklichkeit hat er etwas anderes vor. Während die Gruppe von 5 Leuten Zimmer für Zimmer begutachtet, werden sie plötzlich von 3 anderen überrascht.

Schnell wird klar, das hier einiges nicht stimmen kann. Balenger gibt zu, nach was er wirklich sucht und die 3 neuen Eindringlinge sind ganz erpicht darauf, diesen Schatz zu finden.

Als die Gruppe dann nicht nur den Schatz, sondern auch eine überlebende Frau findet, eskaliert die ganze Situation.

Werden Balenger und die anderen das Abenteuer im Paragon-Hotel überleben?

Meine Meinung:

Einer der Gründe, warum ich von diesem Buch so überzeugt bin ist, dass sich David Morrell ein Thema gesucht, und nicht erfunden hat.

Urban Explorers (Creepers) gibt es wirklich, und nicht nur in den USA, sondern auch in Russland, Europa und überall sonst auf dieser Welt.

Sie erforschen alte UBahntunnel, stillgelegte Einkaufszentren oder überstürzt evakuierte Bauten wie Kranken- oder Wohnhäuser.

Man kann sich in die Situation also gut hineinversetzen.

Manchen Lesern wird dieses Buch vielleicht zu blutig sein, es sterben auch verhältnismäßig viele Menschen, aber ich denke, dass gerade diese Tatsache das Buch noch spannender macht, da die Situation ausweglos erscheint und die Gruppe der “Guten” immer schneller immer kleiner wird.

Was mich auch so beeindruckt hat, war die Tatsache, dass ich angefangen habe, das Buch zu lesen und als ich das nächste Mal auf die Seitenanzahl geschaut habe, hab ich über 110 Seiten gelesen. Man ist so gefesselt von dem Buch, dass man nicht merkt, wie die Zeit vergeht und möchte einfach nur weiterlesen und erfahren wie es weitergeht.

In diesem Buch gibt es keine 5 Seiten, die langweilig wären, sogar das Nachwort ist interessant, weil man mehr über Urban Explorers erfährt und die Beweggründe des Autors, gerade über dieses Thema einen Thriller zu schreiben.

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Hayes, Sam – Blutskinder

11. Oktober 2009 at 17:58 (Thriller)

BlutskinderHandlung:

Der Rechtsanwalt Robert Knight könnte nicht glücklicher sein. Nach einer gescheiterten Ehe findet er in seiner 2. Frau Erin und ihrer Tochter Ruby eine neue Familie.

Er trägt die beiden auf Händen und erfüllt ihnen jeden Wunsch – bis Erin sich eines Tages merkwürdig verhält.

Auf einmal will sie ihre Tochter nicht mehr auf die teure Privatschule schicken und auch die Klassenfahrt nach Wien will sie ihr nicht erlauben.

Robert wird misstrauisch und beginnt in Erins Vergangenheit nach Gründen für den plötzlichen Sinneswandel zu suchen.

Nach einem Streit mit Erin, nach dem sie mit Ruby spurlos verschwindet, schaltet Robert eine alte Freundin und Detektivin ein, um Erins Geheimnis vollständig aufzudecken.

Meine Meinung:

Ich liebe Thriller, bei denen eine Spur Eifersucht zu erkennen ist.

Robert Knight ist das beste Beispiel eines misstrauischen Ehemannes. Seine erste Ehe zerbrach, weil er seiner Frau nicht vertrauten konnte und ihr hinterher spionieren wollte.

Jetzt hat er eine neue Ehe und macht den gleichen Fehler noch einmal. Nur scheint der Verdacht auch diesmal wieder begründet. Erin verschweigt ihm etwas und tut alles, damit dieses Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt.

“Blutskinder” ist ein spannender Roman über Eifersucht, Misstrauen und die Geister der Vergangenheit, die man besser nicht rufen sollte.

Sam Hayes versteht es, den Leser in den Bann des Buches zu ziehen und nicht mehr loszulassen bis aufgedeckt wurde, was wirklich geschah, was Tatsache und was Illusion ist. Natürlich gibt es auch ein Happy-End, oder sind die Dinge nicht das, was sie zu sein scheinen?

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Katzenbach, John – Das Rätsel

9. Oktober 2009 at 11:38 (Thriller)

Handlung:

Susan Clayton schreibt für eine Zeitung Rätsel. Eines Tages erhält sie selber eines und als sie es gelöst hat, ist sie mehr als geschockt, denn der Absender scheint sie zu kennen.

Zur selben Zeit unterrichtet ihr Bruder Jeffrey an der Universität (wo er Professor ist), als er von einem Polizisten aufgesucht wird, der ihn um seine Mithilfe bei der Aufdeckung 3er Mordfälle bittet, da sein angeblich toter Vater als Verdächtiger gilt. Jeffrey und Agent Martin fahren in den neuen 51. Bundesstaat, der als besonders sicher gilt, aber es dort trotzdem keiner geschafft hat, den dritten Mord vorauszusehen oder gar zu verhindern. Als sie gerade an der Klärung eines neuen Mordes beteiligt sind, wird Jeffrey immer klarer, dass sein Vater (der eventuell der Mörder sein könnte) ihm Botschaften zukommen lässt und nicht tot ist.

Das gleiche widerfährt Dianas Mutter, auch sie spürt, dass ihr Ex-Ehemann noch am Leben ist und für sie alle gefährlich werden kann. Die 3 beschließen, das Spiel mit zuspielen. Doch die Situation wird für alle immer unüberschaubarer und gefährlicher. Wer wird am Ende Gewinner, und wer Verlierer sein?

Meine Meinung:

Man stellt sich vor, man kommt nach Hause und findet folgende Nachricht vor: “Die erste Person besitzt das, was die zweite Person versteckt hat.” Geheimnisvoll, oder nicht? Aber was, wenn man dann herausfindet, dass die versteckte Botschaft weder romantisch, noch gut gesinnt, sondern einfach nur erschreckend und beängstigend ist.

Dieser Roman ist von der ersten Minute spannend und lässt einen beim lesen nicht wieder los. Im Grunde genommen geht es um das Leben EINER einzigen Familie und wie sie mit dem, was sie erfahren, und doch nicht glauben können, umgehen.

Der Hintergrund, die düstere Stimmung in dieser gefährlichen Zeit wo fast jeder Mensch mit einer Waffe aus dem Haus geht und man überall Polizisten, Überwachungskameras und Metalldetektoren findet, passt sehr gut zu diesem Thema.

Im Gegensatz dazu beherbergt der Roman einen neuen Bundesstaat, in dem zwar die Grundrechte seiner Mitbürger beschnitten werden, es aber so sicher ist (oder zu sein scheint), dass niemand sein Haus oder Auto abschließt und keiner Waffen besitzen zu braucht. Fast schon auf sarkastische Weise witzig erscheint dann die Tatsache, dass gerade in diesem einen Bundesstaat ein Mörder frei herumläuft und immer wieder Frauen tötet. Aber vielleicht soll einem das auch nur zeigen, dass man in solchen Zeiten nirgends sicher ist, und dass man auch, egal wie viel Geld man hat und ausgeben kann, Sicherheit niemals käuflich erwerben kann.

Der neue “Katzenbach” ist genauso ein literarischer Leckerbissen wie seine vorangegangenen Romane. Wer einmal angefangen hat, sollte nicht wieder aufhören können weiterzulesen… und sich auf den neuen “Katzenbach” freuen, und hoffen, dass er bald veröffentlicht wird.

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