Bourne, J.L. – Tagebuch der Apokalypse
1. Januar, 3:58 Uhr: Hier startet der Ich-Erzähler, ein Marineoffizier, seine Tagebucheintragungen.
Eine Krankheit, deren Symptome anfangs an die Grippe erinnern, tötet binnen weniger Tage Millionen von Menschen und lässt nur Zombies zurück, die die wenigen Überleben ebenfalls infizieren und bald scheint es nur noch eine Handvoll Menschen zu geben, die nicht „untot“ sind.
Der Ich-Erzähler verbarrikadiert sich in seiner Wohnung, nachdem er Nahrung und Munition erbeutet hat und hofft, die Zombie-Epidemie einfach aussitzen zu können.
Er lernt einen anderen Überlebenden kennen und sie beschließen, sich zusammenzutun und gemeinsam an einen sichereren Ort zu fliehen.
Aber auch dort wimmelt es von Zombies und anderen Gefahren. Und so geht ihre Reise weiter und weiter. …
Meine Meinung:
„Tagebuch der Apokalypse“ ist der perfekte Zombie-Roman. Er ist spannend, nicht übertrieben und beinhaltet die perfekte Mischung aus Zombies und Überlebenden.
Das erste Kapitel „Wie alles anfängt“ war die erste, aber auch einzige Enttäuschung für mich. Der Ich-Erzähler fängt sofort nach Bekanntwerden der Grippe-Epidemie an, Essen und Munition für seine Waffen zu bunkern, obwohl er noch gar nicht wissen kann, wie schnell die Lage schlussendlich eskalieren wird. Auch wenn er Marineoffizier ist, kann er nichts von der baldigen Zombieinvasion ahnen.
Der namenlose Offizier ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Er ist freundlich, hilfsbereit, tapfer und mutig. Er riskiert sein Leben für seine neugewonnenen Freunde und schreckt auch nicht vor gefährlichen Aufgaben zurück, die ihr Überleben sichern.
Seine Tagebucheintragungen sind kurz und bündig, er vermeidet unwichtige Details und beschränkt sich auf das Wesentliche. Somit fällt es dem Leser leichter, bei der Sache zu bleiben. Man möchte das Buch nicht zur Seite legen, weil man nicht von langatmigen, monotonen Erzählungen gelangweilt ist. Man kann mit dem Ich-Erzähler mit fiebern, wittert hinter jeder Ecke einen Zombie und hofft nur, dass wieder ein Tag vergeht, ohne dass einer der „Guten“ stirbt.
J.L. Bourne hat noch einen weiteren Teil vom Tagebuch der Apokalypse geschrieben und Band 3 wird im März 2012 erscheinen. Wer Band 1 gelesen hat, wird sofort den Nachfolge-Band lesen wollen und genauso sehnsüchtig wie ich auf Band 3 warten.

robrandall sagte,
6. August 2011 um 19:54
Genauso ist es mir gegangen
Leider ist der zweite Roman etwas schwächer, dennoch aber immer noch lesenswert. Ich freue mich auch schon auf den dritten Teil!