Ketchum, Jack – Die Schwestern

24. Juli 2011 at 13:56 (Horror-Romane)

Handlung:

Eigentlich ist es Zufall, dass die drei Freunde Bell, Hart und Mother (allesamt Männer des mittleren Westens des Jahres 1848) auf Elena treffen.

Die junge Frau wurde gemeinsam mit ihrer Schwester Celine gefangen genommen und von den drei Valenzura-Schwester als Sklavin gehalten. Die drei Schwestern sind den alten Göttern Mexikos treu ergeben und leben nach deren Regeln, die sehr grausam und blutig sind.

 Schwer verletzt konnte Elena entkommen und hofft nun, dass die drei Männer ihr dabei helfen, ihre Schwester zu befreien und Rache zu üben.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ohne Vor- und Nachwort nur knapp 70 Seiten lang und somit leicht in einem Rutsch durchzulesen – aber nicht nur aufgrund der geringen Seitenzahl.

Jack Ketchum schafft es wieder einmal mit Leichtigkeit, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und man kann erst dann beruhigt durchatmen, wenn man weiß, wie „Die Schwestern“ ausgegangen ist.

Hauptfigur ist der Reporter Bell, der uns als „Ich-Erzähler“ durch die Geschichte führt und äußerst liebenswürdig ist. Er erscheint ein wenig unbeholfen, aber hat trotz seiner Vergangenheit im Wilden Westen das Herz am rechten Fleck.

Jack Ketchum setzt bei dieser Geschichte auf das besondere Flair des Western-Romans, vermischt mit einer gewaltigen Portion Horror (so wie wir es von ihm gewohnt sind). Er beschreibt Landschaft und Leute, setzt Akzente und lässt uns das Böse in jedem von uns nicht nur erahnen, sondern auch deutlich spüren.

Die Geschichte endet für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Viele Dinge geschehen zu schnell und auf einmal ist alles vorbei und man fragt sich: War es das? Passiert wirklich nichts mehr? Bezieht sich der Romantitel jetzt auf Elena und Celine oder auf die drei Valenzura-Schwestern? Für mich war es schade, nicht zu wissen, wie es mit Elena und Celine weitergeht. Manchmal reicht ein Happy-End oder Nicht-Happy-End einfach nicht um den Leser glücklich zurückzulassen.

So kann ich mich nur auf den nächsten „Ketchum“-Roman freuen und hoffen, dass dieser genauso spannend ist wie „Die Schwestern“ aber dafür etwas länger.

1 Kommentar

  1. captainslater sagte,

    Was McDonalds im Bereich des Essens ist, das stellt Ketchum in der Literatur-Welt dar – Fast Food.

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